Inflation Null

Im Februar keine Inflation. Kein Preisanstieg gegenüber dem Vorjahresmonat, dank des niedrigen Ölpreises. Und die Leitzinsen der Zentralbank werden auf Null Prozent gesenkt, mit dem Ziel, die Inflationsrate auf 2% anzuheben. Beides Nachrichten aus der vergangenen Woche – aus Deutschland.

Ihr habt keine Ahnung, wie sich das in den Ohren von jemandem anhört, der seit Jahren mit Inflation jenseits der 20% lebt, der unverderbliche Güter wie Klopapier oder Reinigungsmittel hamstert, der die Hunderter nur noch bündelweise einsteckt, weil er sonst kein Geld in der Tasche hat. Im Februar lag die Preissteigerung in Argentinien bei ca. 4,5%. Und nicht etwa gegenüber dem Vorjahresfebruar sondern gegenüber Januar 2016. Nimmt man den dazu, sind die Preise allein in 2016 in Argentinien schon um rund 8,5% gestiegen. Vorsichtige Schätzungen sehen die Inflation gegenüber dem Vorjahr aktuell bei 33%. Aktuell hab ich allerdings den Eindruck, es lässt etwas nach.

Unser neuer Präsident Super-Macri hat bei vielen Dingen bisher ein atemberaubendes Tempo vorgelegt und nach 100 Tagen im Amt bereits einiges vorzuweisen. Inflationsbekämpfung stand jedoch bisher offenbar nicht sonderlich weit oben auf der Agenda: stattdessen Freigabe von Wechselkursen (mit anschließender Abwertung des Peso und entsprechender Preissteigerung von Importprodukten), Absenkung der Strom- und Gaspreissubventionen (mit entsprechendem Anstieg der Verbraucherpreise), weniger strikte Kontrolle der „precios controlados“, der Preise von ehemals rund 500 Produkten des täglichen Gebrauchs, die unter Königin Cristina staatlich auf relativ niedrigem Niveau festgezurrt waren und deren Preise nun statt mit behördlichen Kontrollen durch Schwarmintelligenz von Verbrauchern überprüft werden sollen (kann funktionieren, muss aber nicht). Außerdem wurden etliche aus dem Warenkorb der kontrollierten Produkte gestrichen. Drei Maßnahmen, die in sich durchaus schlüssig sind und für die es jeweils eine gute Begründung gibt, die nur im unmittelbaren Erleben zu immer höheren Kosten führen.

Irritierenderweise übrigens auch für Produkte nationaler Herstellung, was sich auf den ersten Blick nicht selbst erklärt, sich aber zum Teil auch aus den genannten Maßnahmen ergibt (Martin, jetzt aufpassen). Beispiel: Weizen wurde bis Ende letzten Jahres im Außenhandel zu einem Dollarkurs von zuletzt 9,70 Pesos gehandelt (die Gewichtseinheit ist hierbei egal, es zählen allein die Verhältnisse). Abzüglich einer Extrasteuer für Agrarexporte zwischen 20% (Weizen) und 35% (Soja), blieben dem Landwirt in diesem Fall letztlich 7,75 Pesos von jedem Dollar. Wenn er im Inland also die gleiche Menge für 8 Pesos verkaufen konnte, machte er noch ein Geschäft.

Der Dollarkurs hat inzwischen auf zeitweise über 16 Pesos angezogen (liegt aktuell wieder bei knapp 15) und die Extrasteuer auf Agrarexporte ist abgeschafft oder reduziert (Soja). Weizen kann dem Landwirt bei Export also inzwischen 15 bis 16 Pesos pro Dollar einbringen. Er wird daher kaum im Inland für 8 Pesos verkaufen sondern allenfalls zu einem ähnlichen Preis. Auf typisch argentinische Weise wurde ein Teil dieser Preissteigerung übrigens schon vor den Wahlen vorweggenommen – aus Unsicherheit über den zukünftigen Dollarkurs hat man schon im November die Preise für Mehl angehoben. Das ist übrigens ein Klassiker hier: steigen die Verkäufe von irgendwas, steigen die Preise (höhere Nachfrage). Fallen die Verkäufe, steigen die Preise auch (die Verkäufer versuchen mit weniger Produkten den gleichen Umsatz zu erzielen). Fallende Preise gibt’s hier nur am Gemüsestand, wenn gerade Hochsaison für irgendwas ist.

Argentinische Produkte sind auf dem Weltmarkt plötzlich wieder konkurrenzfähig, ähnlich wie sie das sehr schnell nach Abschaffung der künstlichen 1:1 Dollarbindung im Jahr 2002 waren. Argentinische Verbraucher konkurrieren daher plötzlich mit Weltmarktpreisen bei exportfähigen Gütern. Deren Preise steigen daher auch im Inland, selbst wenn sie zu 100% in Argentinien produziert wurden. Scheiß Weltwirtschaft.

Das gilt selbstverständlich nur für einen Teil des Angebots, wenn auch für einen wichtigen. Bei vielen anderen Waren erschließt sich mir auch nicht, warum diese heute doppelt so teuer sind wie noch vor wenigen Monaten. Mein Verdacht ist, dass etliche internationale Einzelhandelsketten (Walmart, Carrefour, Jumbo) ihre Preise anheben, um die Verluste „in real money“ gering zu halten. Denn an die Mutterhäuser werden Umsätze und Gewinne selbstverständlich in Dollar oder Euro gemeldet – und allein um deren Wert stabil zu halten, müssten sie ihre Preise in Pesos um 35-40% anheben, ohne auf sonstige Faktoren Rücksicht zu nehmen (höhere Löhne, tatsächliche Preissteigerungen im Einkauf etc.). Und ähnlich werden andere nationale Tochterfirmen internationaler Konzerne verfahren (z.B. Kosmetikhersteller, Pharmafirmen, Automobilhersteller).

Super-Macri hat erklärt, dass er die Inflation in diesem Jahr auf 25% drücken will. Eine seiner Vorstellungen, wie das zu erreichen sei, kam allerdings nicht gut an: Er empfahl den Gewerkschaften Zurückhaltung in den Lohnrunden und wollte die Zuwachsraten auf 20-25% begrenzen. Inzwischen sind die ersten Lohnrunden (Lehrer) aber schon mit +30% zuende gegangen, gefordert werden von Gewerkschaften auch +40%. Je nachdem, welche Gruppe von Personen sie vertreten (LKW-Fahrer! Müllmänner!), werden sie das zumindest teilweise wohl auch durchsetzen können. Macri, der Sohn wohlhabender Unternehmer, und sein ganzes Kabinett von gut situierten, erfolgreichen Managern werden sich ein paar Berater aus dem einfachen Volk zulegen müssen, die ihnen den Wert von stabilen Preisen nochmal erklären. Und dann erheblich mehr Anstrengungen unternehmen, um die Latte von 25% nicht schon im September zu reißen. In seiner Rede zur Lage der Nation zum Auftakt der diesjährigen Sitzungen des Kongresses hatte er schon eine gute Idee: Abschaffung der Mehrwertsteuer für Produkte des täglichen Bedarfs. Wären wenigstens dafür schon mal 21% weniger. Und im Gegensatz zur Senkung der Steuern beim Kauf von  Luxusautos oder der Ausfuhr von Agrargütern käme dies mal allen Argentiniern zugute, spüren würden es vor allem die Armen.

Ende in Sicht: Der ewige Kampf mit den Geier-Fonds

Von der größten Baustelle zum bisher größten Erfolg: dem Abkommen mit den Geier-Fonds. Das sind diejenigen, die argentinische Anleihen im Nachklapp des Staatsbankrotts 2001 für geschätzt 5-10 Cent pro Dollar Nennwert gekauft, sich bisherigen Umschuldungsrunden verweigert und stattdessen auf volle Rückzahlung der Schulden geklagt haben. Und die dann jahrelang versucht haben, irgendwelche staatlichen Besitztümer beschlagnahmen zu lassen (z.B. das Segelschulschiff Libertador der argentinischen Marine, in einem Hafen in Ghana!), um Druck aufzubauen.

Wäre es nach Königin Cristina gegangen, hätten sie klagen können bis sie schwarz werden. Keinen Cent wollte sie den Geiern zahlen. Blöd nur, dass die amerikanische Justiz eine Auszahlung der Geier zur Bedingung für die Bedienung weiterer Schulden machte: So lange die Fonds kein Geld sähen, dürfe Argentinien – zumindest durch das US-amerikanische Finanzsystem – auch keine Zahlungen an andere Schuldner leisten. Cristina zahlte nicht und verursachte einen so genannten technischen Bankrott, schnitt Argentinien de facto von weiteren Krediten ab.

Diese Problem beseitigt Super-Macri gerade in Rekordzeit. Während die Kirchner-Regierung sich jahrelang nicht mal mit den Geiern an einen Tisch setzen wollte, um Möglichkeiten einer Einigung auszuloten, hat der Beauftragte des neuen Präsidenten innerhalb eines Monats eine unterschriftsreife Vereinbarung ausgehandelt. Danach erhalten die Geier zwar nicht 100% sondern nur rund 75% ihrer Forderungen, für die Umschuldungsrunden in 2005 und 2010 gab es aber nur 30%. Gelohnt hat es sich für sie also allemal (Renditen von 1500-2000%).

Macris Truppen haben sogar das Kunststück fertiggebracht, die Einigung diese Woche durch das Abgeortnetenhaus zu bringen – mit erstaunlich hoher Mehrheit, nur gegen die Stimmen von Linksparteien und der Königinnen-Partei Frente para la Victoria (FPV) – und selbst aus der haben fünf Abgeordnete letztlich zugestimmt. FPV hat allerdings im Senat eine deutliche Mehrheit und kann das Abkommen dort noch torpedieren. Bin gespannt, welche Deals da gerade für die FPV-Provinzen ausgehandelt werden. Billig wird das nicht.

Á propos: Billig ist die ganze Einigung nicht. Insgesamt wird Argentinien 11,7 Mrd. Dollar auszahlen – nicht nur an die Geier-Fonds sondern auch an weitere verbliebene Altgläubiger. Bislang stehen Einigungen mit rund 90% derjenigen, die sich den bisherigen Runden verweigert haben. Die Milliarden sollen überwiegend – Überraschung – mit neuen Schulden bezahlt werden, 12,5 Mrd. Dollar insgesamt. HSBC und JP Morgan suchen schon nach Investoren. Geboten werden angeblich Schuldtitel für fünf, zehn und 30 Jahre mit einer jährlichen Verzinsung von 7,5-8,5%. In Dollar. Wer sich beim letzten Mal noch nicht verbrannt hat, kann da nochmal zugreifen. Die Hoffnung der Regierung ist, dass langsam wieder Vertrauen in die Zahlungsfähigkeit (und -willigkeit) Argentiniens zurückkehrt und zukünftige Bonds mit niedrigeren Zinsen von um die 5% platziert werden können. Wollen’s hoffen.

An dieser Stelle noch ’ne persönliche Nachricht an Paul Singer und die anderen Geier: Ich hoffe, euch bleibt die ganze Kohle im Hals stecken und ihr erstickt dran. Für zukünftige Umschuldungsverhandlungen von zahlungsunfähigen Schuldnern verheißt die jetzige Vereinbarung nämlich nichts Gutes: Belohnt wird der Gläubiger, der hart bleibt. Wer sich auf hohe Abschläge einlässt, ist hinterher der Dumme. Auch juristisch wirft der ganze Prozess einiges an Fragen auf (s. Video). Aber, wie es Ex-Wirtschaftsminister Lavagna treffend formuliert: der Kompromiss ist schlecht, er ist extrem teuer, aber er ist unvermeidlich.

Update 2.4.: Die negativen Nebeneffekte des Abkommens sieht inzwischen auch die Financial Times. Und hat sogar ein paar warme Worte für die Königin.

Rückkehr des Parlamentarismus

Ganz im Zeichen der Einigung mit den Geiern gab es von Dienstag auf Mittwoch dieser Woche eine tatsächliche Parlamentsdebatte, mit Austausch von Meinungen und sogar Änderungen am Entschließungsantrag. Ein in den letzten Jahren zumindest seltener Vorgang. Der Kongress fungierte unter der Königin eher als Notariat der Regierung denn als Parlament.

Überraschend sogar der fast versöhnliche Redebeitrag von Ex-Prinz Maximo Kirchner, inzwischen Abgeordneter. Der kritisierte selbstverständlich die zur Debatte stehende Einigung und erinnerte an die durch seinen Vater im Jahr 2005 ausgehandelte viel bessere Vereinbarung „unter unendlich schwierigeren Bedingungen“. Man sei aber – und hier kam die Überraschung – durchaus für Gespräche. Es gehe auch nicht um die Frage Geier oder Vaterland (so hatte der FPV noch während des Wahlkampfs flächendeckend plakatiert). Man fordere von der Regierung lediglich, dass sie besser verhandele und der Erpressung durch die Fonds nicht so leicht nachgebe. Meine Frage an dieser Stelle wäre natürlich: Warum hat die vorherige Regierung das nicht selbst gemacht und sich stattdessen Gesprächen jahrelang verweigert? Zeit genug hatte sie.

Bemerkenswert auch die Forderung von Ex-Präsidentschaftskandidat Sergio Massa nach einer Schuldenbremse. Seine Zustimmung ließ sich der heimliche Oppositionsführer nur gegen das Zugeständnis abringen, dass die Regierung im Zuge der aktuellen Kreditaufnahme keine zusätzlichen neuen Schulden zur Finanzierung laufender Kosten aufnehmen werde sondern allenfalls zur Finanzierung von Infrastrukturmaßnahmen und dergleichen. Finde ich erstaunlich weitsichtig für einen argentinischen Politiker in der Opposition, die ansonsten gerne völlig unbezahlbare Forderungen stellen und denen dabei vergleichsweise egal ist, woher das Geld dafür kommt. Andererseits: Massa spricht zwar vom Wohl des Landes, für das er streite, ist sich aber durchaus bewusst, dass er dadurch die Handlungsmöglichkeiten der Regierung einschränkt.

Unter welchen Bedingungen das Gesetz zur Auszahlung der Geier nun durch den Senat kommt ist noch nicht ganz klar. Es deutet sich bereits an, dass die Senatoren sich in erster Linie ihren Provinzen verpflichtet fühlen, weniger der Parteitaktik gleich welcher Fraktion. Eine Hauptforderung, die man in den letzten Tagen in den Medien lesen konnte, war die nach einem Schlussstrich: Die Gerichte in den USA müssten zusichern, dass mit der aktuellen Zahlung der Sack zugemacht würde und nicht weitere Gerichtsverfahren von bereits in den ersten Runden ausbezahlten Gläubigern gegen Argentinien zugelassen würden mit potenziell horrenden Kosten. Erst danach dürfe das Geld ausbezahlt werden. Unter diesen Vorzeichen könnten wohl selbst einige moderate FPV-Senatoren dem Deal zustimmen und im April mit der Auszahlung endlich ein Punkt unter dieses Kapitel argentinischer Geschichte gesetzt werden.

Aufräumkommandos

Ich muss der neuen Regierung noch an einer weiteren Stelle meine Anerkennung aussprechen: beim Aufräumen mit dem Vermächtnis der Vorgängerin. Im Fernsehen gab’s neulich ein Interview mit dem „Modernisierungsminister“ Andrés Ibarra, der gleichzeitig für eine Bestandsaufnahme des Status Quo in den Ministerien und Ämtern des Bundes, der Provinzen und auch der Kommunen zuständig ist. Ibarra soll also moderne Technik und Arbeitsweisen einführen, andererseits ist er der Buhmann, der die Scheinbeschäftigten der Vorgängerregierung rausschmeißt. Die hatte im letzten Amtsjahr noch tausenden von „Militanten“, ihren Anhängern, zu einem „Job“ beim Staat verholfen. Beispiele:

  • Im Senat hatten Ende letzten Jahres angeblich mehr als 2.000 dort Angestellte gar keinen Arbeitsplatz. Es gab den Platz schlicht und ergreifend nicht (und argentinische Arbeitsplätze haben andere Zuschnitte als deutsche, 12qm pro Arbeitsplatz sind ein Luxus, den hier die Wenigsten kennen).
  • Im Kulturzentrum Nestor Kirchner waren angeblich 600 Leute ohne Aufgabenbereich „beschäftigt“. Andere hatten Aufgaben wie die, auf ein Kabel am Fußboden hinzuweisen, damit niemand drüber stolpert.
  • In einem Krankenhaus am Stadtrand habe gegen Ende von Cristinas Amtszeit die Zahl der Verwaltungsmitarbeiter die Zahl der Krankenschwestern und Ärzte überstiegen. Innerhalb von zwei Jahren sei die Belegschaft von 1.500 Beschäftigten auf über 5.000 angestiegen (Ibarra sprach von 1500+3500=6000, aber die Rechnung geht bei mir nicht auf).
  • Auf Kosten des Büros des Kabinettschefs waren angeblich 50 Personen damit beschäftigt, Pamphlete und Broschüren für die parteipolitische Arbeit zu drucken. 10 weitere waren mit Kopierarbeiten beauftragt. Mit einem einzigen Kopierer.
  • Im Planungsministerium sollen sich 10 Telefonistinnen ein einziges Telefon geteilt haben. „Línea rotativa“ (wörtlich: drehende Linie), der spanische Ausdruck für Telefonzentralen, kriegt da eine völlig neue Bedeutung. Funktionierte wahrscheinlich wie die Reise nach Jerusalem.
  • In der Secretaría de Medios arbeiteten angeblich 500 Personen in drei kleinen Büros.
  • Insgesamt seien bisher aufgrund dieser Untersuchungen auf föderaler Ebene etwa 7.000 „Ñoquis“ aufgeflogen, die zwar ein Gehalt bezogen, aber nichts dafür taten oder mit Staatsgeld Parteipolitik für den FPV betrieben. Die Untersuchung in knapp 20.000 weiteren Fällen läuft noch.

Die Ära K hat aber offenbar nicht nur viele ihrer Anhänger in öffentliche Ämter gespült, sie hat auch große Schulden hinterlassen. Allein für Kommunikation per Telefon, Handy oder Internet schuldete die Bundesregierung Ende letzten Jahres noch 350 Mio. Pesos. Für die 62.000 Handys, die der Staat bezahlt, wurde erstmals (!) eine Liste angefertigt, wem die eigentlich zugeordnet werden können. Binnen zwei Wochen wurden daraufhin bereits 3.500 Linien abgemeldet, die entweder gar nicht oder Leuten zuzuordnen waren, die gar nicht (mehr) beim Staat beschäftigt sind.

Ibarra setzte seinen Schwerpunkt aber nicht auf die Aufzählung dieser Details (das blieb den Journalisten überlassen, die ihn interviewten), er bedauerte, wie wenig der Staat in die Verbesserung der Infrastruktur in den Ministerien, in die Ausbildung seiner Mitarbeiter, in die Services für die Bürger investiert habe. Der starke Staat, den die Königin so gerne beschworen habe, sei schlicht nicht existent. Überall werde noch mit Papier gearbeitet, das in Aktenordnern hin und hertransportiert, gestohlen oder verloren werde, das die Bearbeitungszeiten verlängere und keinerlei Transparenz gegenüber den Bürgern zulasse.

In den vergangenen 12 Jahren habe die Mentalität vorgeherrscht, der Staat sei ein großer Selbstbedienungsladen, der die politische „Arbeit“ in erster Linie der Präsidentenpartei und alliierter Organisationen zu finanzieren habe. Mit Geldern der Steuerzahler könnten aber nicht „Militante“ gleich welcher Partei ausgehalten werden, die keinen Dienst für alle Bürger leisteten. Die Regierung habe sich vorgenommen, das zu verbessern und für die Bürger überprüfbar zu machen. Da wird also sehr wahrscheinlich auf Bundesebene (endlich) auch eine Art Informationsfreiheitsgesetz kommen, das Zugang zu bislang unter Verschluss gehaltenen Akten ermöglicht und viel davon bereits in leicht zugänglichen Formaten online verfügbar macht. In der Bundeshauptstadt hat Macri damit in den letzten Jahren bereits einige Erfahrungen gesammelt.

Schluss

Ich könnte noch eine Menge weiterer Politikbereich aufzählen – Außenpolitik, Korruptions- und Kriminalitätsbekämpfung, Bildungspolitik, Menschenrechte, Justizreform, Agrarpolitik und und und – in denen ich aber noch keinen rechten Überblick habe, was die Regierung tut und ob ich das gut finde oder nicht. Ich denke, Macri hat aus seinen ersten Übertreibungen mit den Dekreten unmittelbar nach Amtsantritt und den medialen Prügeln, die er dafür eingesteckt hat, gelernt und versucht inzwischen tatsächlich Brücken zwischen den verfeindeten Lagern zu bauen. Das kann dem Land nur gut tun. Offenbar gelingt ihm das auch bisher – Zustimmungsraten von nahe 70% legen das nahe. Besser machen muss er seine Sache aber in Punkto Preisstabilität und wahrscheinlich auch Kriminalitätsbekämpfung. Letzteres ist sicher auch alles andere als leicht, weil im Polizeiapparat – wie im Rest des Landes auch – viel Korruption herrscht.

Zum Thema Korruption noch ein letztes Datum aus den Cristina-Chroniken: Offenbar hat die Steuerbehörde AFIP Kirchner-treuen Unternehmern umfangreiche Ausnahmen vom Steuerzahlen gewährt, damit diese „wachsen“ konnten. Im Fall des Unternehmens Indalo, das mehrheitlich dem Kirchner-Freund Cristóbal López gehört, beläuft sich die Steuerschuld aktuell auf 8 Mrd. Pesos, von denen unwahrscheinlich ist, dass sie jemals beigetrieben werden können.Und das Unternehmen ist nur eines von 1500, von denen es schon vor Wochen hieß, diese hätten unter Amtvorgängerin Kirchner ihre Steuern nicht (vollständig) zahlen müssen, weil sie der Königin nahestanden. Ausstehende Zahlungen insgesamt: fast 30 Mrd. Pesos.

Mit dem Geld, das er nicht an den Fiskus abführte, kaufte López, der ansonsten ein Imperium aus Spielcasinos, Hotels und Erdölunternehmen besitzt, defizitäre Medienunternehmen, um der medialen Übermacht des Clarín-Konzerns etwas entgegenzusetzen und die Werbetrommel für die Königin und ihr Gefolge zu rühren. Am Leben gehalten wurden diese überwiegend mit staatlich geschalteter Werbung. Im Fall des Fernsehsenders CN23 sind inzwischen 80% der Mitarbeiter entlassen, offenbar zahlte Indalo schon seit Monaten keine Gehälter mehr. Den anderen Medien im Verbund geht es nicht viel besser.

Und wer ist schuld? Macri. Denn der schaltet einfach keine Werbung mehr. Das im letzten Jahr um 50% überzogene Budget für staatliche Propaganda hat Macri ohne Veränderung übernommen. Allerdings fließen nach seinem Entschluss 50% des diesjährigen Budgets erstmal in die Schuldentilgung aus dem letzten Jahr, de facto ist also deutlich weniger Geld da. Und das wird auch noch gleichmäßig auf alle Medien verteilt, nicht nur auf die K-Jubelpresse. Sauhund, dreckiger.

tl;dr

In Sachen Inflation hat die neue Regierung in 100 Tagen die Dinge bisher eher verschlimmbessert, in anderen Politikbereichen steht sie schon besser da. Es bleibt nach 12 Jahren Korruption und Vetternwirtschaft allerdings noch viel aufzuräumen.

 

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4 Antworten zu Inflation Null

  1. Marcel schreibt:

    Hallo Helge — ja die Inflation ist immer schlimmer geworden – wir geben die Wohung in BsAs auf und ziehen ganz über den Fluss – dort hat es „nur“ ca 9% Inflation und der USD wertet wenigstens noch etwas auf zum UYU im Gegensatz zu Argentinien wo der Blue auf der Stelle tritt. Uebrigens mit Pesos Urus bekommt man aktuell einge Prozent mehr in ARS als wenn man mit $ tauscht – das hat mich doch erstaunt..
    Und ob Argentinien mit nur 11.7 Mrd vs die Geier & Co davonkommt – das ist auch noch nicht entschieden, die anderen Gläubiger haben glaub immer noch eine Chance zu klagen…

    Dass Argentinien von den 50 wichtigsten Ländern mit 62% Credits to Non-Financial Sector (davon 46% Staat gut im TV habe ich heute 53% gehört) die geringste Gesamtverschuldung hat – das wird auch nirgends erwähnt

    http://www.bis.org/statistics/totcredit/tables_f.pdf

    Gut die Zahlen sind noch von Q3 vor dem Ende des Cepos — aber diese 12 Jahre waren nicht ganz so verloren wie es alle darstellen wollen — schau Dir mal die Verschuldung der anderen Länder an — wir steuern weltweit auf eine historische Schuldenkrise zu (Draghis Verzweiflungstaten oder die Bubble in China mit 346% (inkl. Finanzsektor gemäss letzten Analystenschätzungen – das sind um die 35 Bio $ (davon 4-5 Bio notleidende Kredite).
    .
    Schade springt Argentinien jetzt auch noch auf das globale Schuldenkarussel auf – vermutlich wieder zu sehr hohen Zinsen (7.5%-8% werden irgendwann tödlich – siehe Italien (gut die haben 3x mehr Schulden als Arg im Verhältnis zum BIP – darum musste Draghi eingreifen)
    .
    Macri hat ja als Bürgermeister von BsAs die Schulden in $ vervierfacht und in ARS ca versiebenfacht — keine grosse Leistung!! Wenn er das jetzt auf Staatsebene auch so macht – dann gibts irgendwann wieder mal ein 2001! Zumal die Rohstoffparty vorbei ist und fast alle Agrarstoffe auf den tiefsten Preisen seit 2010 notieren.
    .
    Soziale Unruhen und Cazerolasos wird es sicher auch bald geben bei diesen Tarifazos (Strom, Gas, Transport etc) – dafür Sicherheitsnotstand aufrufen und 100’000 neue Polizeikräfte einstellen (mit 2-Monatsschnellbleichen — da wird es auch auch ein paar Chorros drunterhaben, die dann ihre Staatsmacht gerne mal missbrauchen werden) — Arg. entwickelt sich wieder zu einem Polizeistaat – dürfen wieder ohne Verdacht kontrollieren und so…nicht wirklich sehr sympatisch.
    Ich fürchte die Kriminalität wird zunehemen – wenn immer mehr Menschen in den Villas sonst keine Einkommensquellen mehr haben, die Sozialleistungen gestrichen werden, dann muss der eine oder andere fast kriminell werden um seine Familie zu ernähren — und die Arbeitslosigkeit wird vermutlich auch noch rapide zunehmen.
    .
    Ich fand den Plan von K möglichst viel selber in Arg. zu produzieren nicht so schlecht (gut in der Realität hätte er besser umgesetzt werden können) – jetzt wird wieder viel importiert, der Peso stark gehalten vs. $. und die Gefahr einer

    https://en.wikipedia.org/wiki/Dutch_disease

    könnte in ein paar Jahren über Argentinien herfallen – ganz extrem aktuell in Venezuela (kein Wunder mit 99% der Exporte aus Oel) ,aber auch Brasilien hat zumindest eine mittelschwere holländische Krankheit – zu lange mit einem starken Real gelebt, sehr hohe Zinsen und Kapitalzuflüsse – und jetzt dreht es dramatisch — gut Dilma ist ja praktisch weg und wird von einem vermutlich noch korrupteren Vize ersetzt.

    Mit nur noch 55 Mrd $ Exporten Argentiniens wird es schwierig, zumal auch China am schwächeln ist, diese wieder zu steigern (vor wenigen Jahren waren die noch zw. 80-90 Mrd$)
    Und die Welt wartet aktuell nicht wirklich auf argentinische Produkte – der Welthandel ist seit 2011 in $ Werten um gut 30% eingebrochen.
    .
    Dass mit gewissen Misstände mal aufgeräumt wurde ist ja OK, aber ich glaube Macri übertreibt es – das wird vermutlich ein heisser Winter werden in Argentinien.
    .
    Ich guck dann über den Fluss zu

    Gruss
    Marcel

    • llamadojorge schreibt:

      Moin Marcel, wow, mal wieder ein langer Kommentar, danke. Doch, doch, das mit der niedrigen Staatsverschuldung Argentiniens hab z.B. ich schon erwähnt (gestützt auf die Arbeit von chequeado.com – und zwar im Jahr 2011. Allerdings haben Kiciloff und Konsorten in den letzten Jahren auch kräftig an der Auslandsverschuldung gedreht – und zwar zu noch höheren Zinsen (z.B. 8,75% für den Bonar 24, ausgegeben im April 2015). Insofern wäre eine Verschuldung zu allem unter 8% schon eine Verbesserung. Die gesamte Auslandsverschuldung stieg laut Zahlen des INDEC unter Königin Cristina von 125 Mrd. Dollar im Dezember 2007 auf knapp 158 Mrd. Dollar Ende 2015. Fairerweise muss man sagen, dass ein Teil dieses Anstiegs nicht auf den öffentlichen Sektor zurückgeht, aber auch da sind die Schulden kräftig gewachsen (von 72 auf 84 Mrd.). Dank eines zumindest bis 2013 auch anhaltenden Wachstums der Wirtschaft insgesamt (BIP 2014: 538 Mrd. Dollar, allerdings zum offiziellen Umrechnungskurs) dürfte der Anteil der Auslandsschulden bis Ende 2015 nach wie vor bei etwa 30% gelegen haben. Kiciloff selbst sprach letzten Oktober von 40% Auslandsschulden im Vergleich zum BIP. Wie das aktuell nach der Abwertung des Peso aussieht weiß ich nicht, dazu hab ich noch nichts gesehen. Dürfte aber deutlich gestiegen sein.
      Eine Vervierfachung der Schulden auf nationaler Ebene wäre daher sicher keine gute Idee, selbst eine Verdoppelung zu den gegenwärtigen Zinsen und beim gegenwärtigen Stand der Weltwirtschaft dürfte dem Land mittelfristig erneut das Genick brechen, das seh ich ähnlich. Das würde Macri mangels eigener Mehrheiten im Kongress aber wahrscheinlich auch nicht durchbringen, so wie sich Massa schon positioniert hat. Die Achillesferse sehe ich aktuell bei der Inflation und den dauernden Preissteigerungen. Zu Strom und Gas kommen jetzt auch noch Erhöhungen beim Wasser, dem öffentlichen Nahverkehr und den Krankenversicherungen. Für viele Familien der Mittelschicht sind auch die Schulgebühren ein beträchtlicher Faktor, wenn sie ihre Kinder nicht in die schlecht ausgestatteten und überfüllten öffentlichen Schulen schicken wollen (damit hat allerdings die Regierung nur am Rande zu tun). Verheerend sind da meiner Meinung nach Schlagzeilen wie „Debatte über Steigerungen von 400% beim Wasser„. Auch wenn’s gar nicht alle so stark trifft, sondern nur einen geringen (?) Teil der Bevölkerung. Nachdem schon Strom und Gas um „bis zu 300%“ teurer wurden (merkwürdigerweise hab ich im Februar noch in etwa die gleiche Stromrechnung bekommen wie im Dezember, Gas ist bei mir nur moderat gestiegen) sind das einfach Alarmsignale für alle, die schon heute nicht wissen, wie sie mit ihrem Gehalt bis zum Ende des Monats kommen sollen. Und da wird es sicherlich Proteste geben, das sehe ich genauso. Und ich kann nur hoffen, dass das ein heißer Winter wird, bei den Gaspreisen… 🙂
      Wegen verdachtsloser Kontrollen jetzt aber den Polizeistaat ausrufen finde ich übertrieben – die sind „zur Gefahrenabwehr“ auch in Deutschland möglich (wie das bei euch in der Schweiz aussieht, weiß ich nicht). Problematisch wird es da, wo bei solchen Kontrollen gezielt nach Aussehen oder sonstigen Faktoren ausgewählt wird, also z.B. nur dunkelhäutige und -haarige Personen kontrolliert werden. Und wo die Polizei ihre Befugnisse überschreitet wie zuletzt zum Beispiel beim wiederholten Einsatz von Gummigeschossen gegen Demonstranten, unter denen sich auch Kinder befanden. Das ist definitiv nicht ok. Andererseits hat sich hier in den letzten zehn Jahren eine Kultur etabliert, nach der 30-40 Demonstranten mit ein paar brennenden Autoreifen neuralgische Verkehrsknoten über Stunden lahmlegen konnten, während die Polizei sich darauf beschränkte, den Verkehr umzuleiten. Das war auch nicht ok. Beide Seiten werden einen Kompromiss finden müssen, wie soziale Proteste möglich sind, ohne die Rechte Dritter zu verletzen, die mit dem Missstand, gegen den protestiert wird, nichts zu tun haben.
      Grüße übern Fluss!

  2. Marcel schreibt:

    Hola Helge

    Mit 8.75% hat Kicillof wirklich überbezahlt – der ist ja im Dezember 2015 gestiegen resp. die Rendite auf 2.25% runter und aktuell wieder auf 5.5%. Wenn Argentinien Schulden aufnehmen will, dann müssen die das günstiger hinkriegen als mit 8-9% ,sonst kommt das nicht gut.
    Besten Dank noch für die Indec Zahlen – habe gedacht die seien geschlossen – im statistischen Notstand.
    Von Mitte 2014 bis Ende 2015 hat die Königin wirklich nochmals kräftig zugelegt bei den Schulden – von 107 Mrd $ auf 142 Mrd $ Staatsschulden im Q3 2015 – aber immerhin der grössere Teil in Pesos.
    Im Vergleich zu den meisten anderen Ländern steht Argentinien schuldenmässig immer noch sehr gut da auch nach den Bereinigungen.
    Nur diese Inflation ist extrem störend – die ganzen Erhöhungen werden die Armen viel stärker treffen im Bezug zu ihren Einkommen resp. Kaufkraft fast 13%, während es bei den Wohlhabenden gerade mal 1.4% sein sollen gemäss einer CN5 Sendung — gut CN5 schiessen sich jetzt auf Macri ein – aber gut gibt es auch noch einen Sender der regierungskritisch ist — das war ja auch bei der Königin auch nötig.- nur die hatte eh schon die meisten Sender und Printmedien gegen sich.
    Handelsdefizite könnte es auch bald noch vermehrt geben und bei der Kapitalbilanz will ich dann noch sehen ob wirklich genügend sinnvolles Kapital ins Land fliesst bei dem Arbeitsplätze entstehen.
    In Arg. gehören ja „erst“ 10% der Landfläche Ausländern — in Uruguay schon 27%, Paraguay sogar 38% – würde es dem Macri schon zutrauen, dass er noch viel Land verscherbeln wird um ein paar U$ ins Land zu locken – ein Ausverkauf des Landes ist auch nicht das Gelbe vom Ei.
    .
    Bei uns in Uruguay bohren sie jetzt nach Oel vor der Küste – mal schauen – vielleicht hat es ja wirklich was – nachdem die Ancap (natioale Oel und Treibstoffsverkaufsstaatsbetrieb) in Venzuela hunderte von Mio $ verloren hat, wäre das doch mal eine gute Nachricht.

    Werde die Situation in Arg. weiter verfolgen – hoffe es wird nicht zu heftig mit Unruhen und so

    Gruss
    Marcel

  3. Marcel schreibt:

    Nachtrag: Nicht nur in Sachen Inflation hat sich die Situation verschlimmbessert
    http://www.ambito.com/833558-para-la-uca-la-pobreza-salto-a-345-en-el-primer-trimestre

    Und ich befürchte es wird so weitergehen mit allen negativen Konsequenzen — was die Königin übertrieben hat mit ihrem Nanny State von dem macht jetzt der neue „König“ Maurizio genau das Gegenteil – dabei hatte er noch vor den Wahlen Kreide gefressen betr. den ganzen Sozialprogrammen!
    .
    Da muss er sich aber sehr beeilen mit der Schaffung von vielen neuen Arbeitsplätzen durch (ausländische) Investitionen sonst wird es dann bald mal ziemlich ungemütlich in Argentinien – zumal es ja an sozialen „Auffangnetzen“ wie zumindest ein Hartz IV, ausreichender Arbeitslosenkasse oder ähnlichem ziemlich fehlt. Auch wer nicht genügend Jahre Apportes hat, darf sich nicht mehr pensionieren lassen sondern muss arbeiten bis er tot umfällt – dabei waren es ja auch viele Arbeitgeber, die ihre Angestelltten lieber schwarz bezahlten und vielen fehlen jetzt dafür die Beitragsjahre.
    Na ja unter Maggie Thatcher lief es damals in etwa ähnlich, die hat die Arbeitslosigkeit mit ihrem Neoliberalismus auch innert weniger Jahre auf fast 15% raufgetrieben und dann noch eine dereguliertes Finanzmonster mit dem Big Bang am 27.10. 1986 in die Welt gesetzt. Trotz meiner wirtschaftshistorischen Kenntnisse fällt mir kein Beispiel ein, wo der Neoliberlismus wirklich nachhaltig für alle Bevölkerungsschichten ein Wohlstandszuwachs bedeuteten – einige wenige wurden viel reicher und viele der unteren Schichten rutschten noch tiefer ab. Aber wenn Macri so rücksichtslos weitermacht – dann habt ihr eventuell in 4 Jahren noch ein Comeback der Königin – wäre vermutlich eine Horrorvorstellung für Dich und viele andere 🙂
    Saludos
    Marcel

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