So gut geht’s uns

Als ich 2007 aus Deutschland nach Argentinien kam und absehbar war, dass Cristina die neue Königin der Gauchos werden würde, hatte ich ja keine Ahnung, wie gut es uns acht Jahre später gehen würde. Argentinien hatte schließlich erst kurz zuvor eine massive Wirtschaftskrise mit erheblichen Verwerfungen erlebt, in der mehr als die Hälfte der Bevölkerung plötzlich in die Armut abgerutscht war.

Vorbei. Die FAO hat Argentinien gerade für die Erfolge im Kampf gegen den Hunger ausgezeichnet und die Königin hat in ihrer Dankesrede verkündet, dass die Armutsrate in Argentinien inzwischen bei unter 5% liege, die der Notleidenden bei nur 1,27%. Phantastische Zahlen.

So toll, dass heute Kabinettschef Aníbal Fernandez im Radio großspurig auftrat und sich brüstete, in Argentinien herrsche weniger Armut als in Deutschland, wo es „strukturell“ (Fernandez) 20% seien.

Schon gestern La Nación berichtet, mit weniger als 5% Armut gehe es Argentinien besser als allen OECD-Ländern, inklusive der skandinavischen, die sonst in vielen Vergleichen zu den Besten gehören. Laut OECD liegt Armut in Island bei 5,9%, in Tschechien bei 5,91%, Dänemark 6%, Finland 6,6% usw. Deutschland liegt nach den OECD-Zahlen mit 8,7% auf einem guten Mittelplatz – aber natürlich deutlich schlechter als Argentinien.

Das Statistische Bundesamt hat übrigens tatsächlich Ende letzten Jahres verkündet, dass 20,3% der Deutschen von „Armut oder sozi­aler Aus­gren­zung be­troffen“ seien. Dem liegt allerdings die umstrittene Armutsdefinition zugrunde, nach der arm ist, wer weniger als 60% des Durchschnittseinkommens zur Verfügung hat (also für eine Familie mit zwei Kindern weniger als 1.873 Euro im Monat; für einen Singlehaushalt 892 Euro). Das macht per Definition so ziemlich alle Hartz-IV-Empfänger sowie den Großteil der Studenten und einen guten Teil der Rentner in Deutschland zu Armen. Und die Armutsquote erhöht sich, wenn die Durchschnittslöhne steigen, ohne dass staatliche Transferleistungen oder die Renten mithalten.

Die nationale Statistikbehörde INDEC hat für Argentinien zuletzt 2013 Zahlen zur Armut veröffentlicht, die in der Tat sehr ähnlich waren wie die, die die Königin jetzt verwendet hat. Allerdings brauchte man schon damals einige Phantasie, um sie für bare Münze zu nehmen, denn damals sollte man erst zu den Notleidenden gehören, wenn man weniger als 750,57 Pesos (nach heutiger Umrechnung ca. 75 Euro) im Monat zur Verfügung hatte. Für eine vierköpfige Familie wohlgemerkt. Arm war die Familie schon dann nicht mehr, wenn sie 1.718 Pesos zur Verfügung hatte.

Heftige Kritik hatte INDEC schon im Jahr davor herausgefordert, denn aus den Zahlen ergibt sich, dass die Behörde davon ausging, eine Person könne für sechs Pesos am Tag satt werden. Es gibt eine ganze Reihe von unabhängigen Messungen und Schätzungen, die die Armutsrate in Argentinien alle oberhalb von 17% sehen. Einige gar bis über 30%.

Balken-Grafik mit unterschiedlichen Werten für Armut zwischen 5% und 28%

Armut und Not nach unterschiedlichen Messungen

Seit 2013 veröffentlichte die Regierung keine Armutszahlen mehr. Offiziell wurde an einer neuen Methode der Erhebung gearbeitet. Und außerdem, so der Wirtschaftsminister vor einigen Monaten, seien Zahlen zur Armut stigmatisierend.

Diesmal hat die Regierung jedenfalls einen Volltreffer gelandet – wenn es ihr darum ging, an diesem Streikdienstag die Stimmung ein bißchen aufzuhellen. Facebook und Twitter sind voll von Veralberungen der Staatspropaganda.

Merkel umringt von Staatschefs lacht aus vollem Hals

Und dann sagte Cristina… (via)

argentinischer Slum mit reinmontierten deutschen Flaggen und Trachtengruppe im Vordergrund

Vorort von Berlin (via)

lange Schlange von Menschen

Schlange von deutschen Emigranten an der argentinischen Botschaft in Berlin (via)

So, ich muss los, noch ein paar Luftmatrazen kaufen für die ganzen Verwandten und Bekannten, die hier demnächst anklopfen.

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18 Antworten zu So gut geht’s uns

  1. Jorge, ich habe mich gefragt: Warum macht Cristina dieses Fass auf? Es läuft doch gerade halbwegs gut für den Kirchnerismus. Umfragen, Wirtschaftsdaten, alles wird ein bisschen besser.
    Warum kommt sie jetzt mit diesem Unsinn um die Ecke? Was hat sie davon? Und was ihre Regierung? An diese Armutszahl glaubt sie selbst nicht – und die ist ja auch so weit weg von der Realität, dass nicht mal der strammste Kirchnerist dran glaubt. Also, was soll das? Welche Strategie steckt dahinter?

    Normalerweise – wir reden von zivilisierten Ländern – bekommt ja die Regierungschefin eine Rede geschrieben; die geht durch sämtliche Instanzen im Haus; da wird vorher auch überlegt: Was ist unsere Botschaft? Hier passt das alles nicht. Die Botschaft – wenn es denn eine gab – ist dank der fünf Prozent komplett untergegangen. Stattdessen diskutiert das halbe Land wieder vier Tage über Armutstatistiken – eine Sache, die die Regierung ja eigentlich verstecken wollte.

    Hat keiner Ihrer Redenschreiber oder Berater gesagt: „Lass es weg!“ Ist Cristina diese Dummheit rausgerutscht? Hat sie sich mitreißen lassen und es übertrieben?

    Vorläufiges Ergebnis meiner Überlegung: alles falsch. Ich glaube, man darf das nicht so analytisch, unter Gesichtspunkten politischer Kommunikation gewissermaßen, betrachten. Diese Frau macht, was sie will, und redet, was sie will. Weil sie es kann. Der ist alles wurscht. Die ist eiskalt. Die hat Allmachtsphantasien. Das ist eine ganz schwere Form von deformación profesional, die dringend behandelt werden müsste.

    • llamadojorge schreibt:

      Ja, Christoph, das sagt der Neurologe Dr. Nelson Castro seit Jahren: Nach seiner Analyse leidet die Dame an Hybris, laut Wikipedia verbunden mit „Realitätsverlust einer Person und der Überschätzung der eigenen Fähigkeiten, Leistungen und Kompetenzen“. Außerdem gehören dazu: „narzisstische Selbstbezogenheit; die Tendenz, die Interessen des Landes mit den eigenen als identisch zu sehen; Omnipotenzgefühle; die Tendenz, sich eher Gott verantwortlich zu fühlen als einer irdischen Institution und zunehmende Isolation.“ Passt doch, oder?

      • Ja, passt. Und sie ist nicht die Einzige. Guck Dir die Vorwahlen in der Stadt Buenos Aires an. Da rechneten die Kirchneristen mit 27 Prozent – und kamen auf wie viel: 17, 19? Das sind Welten in der Meinungsforschung. Und angeblich hatten sie sogar Umfrageergebnisse. Wollten die dran glauben, oder bekommen die nicht mal das hin?
        Auch deswegen bin ich gespannt, wie der mögliche Präsidentschaftskandidat Daniel Scioli abschneidet. Der hat ja angeblich totales Charisma (wo?) und eine ganz großartige gestión (echt?). Ich kann mir das gar nicht vorstellen. Die Provinz Buenos Aires ist eine Katastrophe (und klar, schwieriger zu regieren als die Hauptstadt); außerdem: Was ist das für eine Kampagne? Wir wissen nicht, als was Scioli antritt. Gibt er den ganzen Kirchneristen oder nur halben? Wer wird sein Vize? Was ist seine Botschaft? Und aus den eigenen Reihen – Transportminister Randazzo etc. – bekommt er laufend Haue.
        Und hast Du mal die Werbung gesehen in den Zeitungen? Was für Fotos! Fürchterlich! Eine Werbung habe ich mir sogar aufgehoben, Banco Provincia oder so. An dem Design stimmt nicht. Das Foto sieht aus, als würde Scioli auf einem Begräbnis reden. Er guckt grimmig, und von hinten siehst du lauter Schwarzgekleidete und Frauen mit Dutt.

        Kann ich das hier einbinden? Nee, ne? Dann schick ich es Dir, und Du machst das.
        Zeitungswerbung von Scioli für die Präsidentschaft

        Was ich sagen will: So macht dann doch keine Kampagne. Das widerspricht allem, was ich über politische Kommunikation bisher gelernt habe. Aber vielleicht glauben sie, sie werden einfach so gewählt. Und vielleicht passiert das ja auch.

      • llamadojorge schreibt:

        Scioli bei den catholic school girls – wirklich ein schönes Bild… Sein Charisma versteckt er wirklich gut – aber er ist auch ohne zuletzt mit 60% wiedergewählt worden.
        Die ganzen Kampagnenfehler machen daher nix – denn gewählt wird von vielen sowieso der, der laut genug „Peronist“ schreit. Die könnten auch ’ne Kuh aufstellen… Ob’s am Ende reicht, wird davon abhängen, wie sich die Opposition aufstellt. Da ist ja auch einiges im Argen. Massa laufen die eigenen Leute weg und Macri ist im Landesinneren weitgehend unbekannt.
        Aber mein Horrorszenario hab ich gerade vor zwei Wochen auf dem Titelblatt von Noticias gesehen:
        Titelbild Noticias mit einer sichtlich gealterten Cristina: Y si no se va?
        Sie kommt einfach 2019 zurück und bleibt uns dann bis 2027 erhalten. Und dann übernimmt Maximo…

      • Marcel Senn schreibt:

        Sicher ist Christina eine sehr exzentrische und polarisierende Person und man kann ihr alle möglichen geistigen Verwirrungen nachsagen – ob zu recht oder unrecht – das müsste dann wohl eher eine Fachperson in Psychiatrie und nicht Clarin und LN beurteilen!
        Aber wenn man mal die letzten 60 Jahre argentinische Regierungen anschaut (wie Nestor Nudo ja unten auch ausführlich beschreibt) – sag mir doch mal eine die es wirklich besser gemacht hat als die Kirchners — mir fällt keine ein!
        Zumal die ein Land aus dem Bankrott übernommen haben – gut das Gentechsoya hat viel geholfen, die Zeit als Paria im Weltfinanzsystem zu überdauern, dazu die beiden Kaptialschnitte und auch der Kampf gegen die Buitres war bemerkenswert!
        Macri ist doch vor allem ein Blender – hat zwar schöne Bicicendas gemacht und den Metrobus nach europäischem Vorbild aber in 7 Jahren als Bürgermeister 6 Jahre ein Defizit hingelegt und dem Grossteil der ärmeren Bevölkerung würde es unter Macri definitiv wieder schlechter gehen als heute (mit entsprechenden Konsequenzen – z.B. höherer Kriminalität). Von Massa gar nicht zu sprechen – das ist einer dieser üblen Rechtspopulisten, aber der wird ja zum Glück eh keine Chance haben.
        Von dem her wäre es das beste wenn Scioli die Wahl gewinnen würde und wenn er sich nicht ganz ungeschickt anstellt, dann wird er das auch.
        Ob dann nach Scioli Dein Albtraum aus Noticias noch wahr werden würde, das wird die Geschichte zeigen…ganz unmöglich wärs ja nicht, sofern ihre Gesundheit das zulassen würde….

  2. llamadojorge schreibt:

    Der Cronista hat sich freundlicherweise die Arbeit gemacht, aus den sonstigen Veröffentlichung der Statistikbehörde INDEC mal rauszusuchen, wie die Armutsquote hierzulande läge, würde sie gemessen wie in Deutschland. Nur soviel: sie liegt ein bißchen höher als die 5% der Präsidentin… (x7)

  3. Die ganze Tragödie der argentinischen Politik zeigt sich bei Sergio Massa, finde ich. Dem rennen gerade die Bürgermeister davon, die ja offenbar einen erheblichen Einfluss auf das Abstimmungsverhalten ihrer Einwohner haben, hihihihi. Voto chorizo und so. Vor zwei Jahren sind sie zu ihm übergelaufen, vom Kirchnerismus direkt in die Opposition. Jetzt verlassen sie ihn und kehren zum großen Teil heim zum Kirchnerismus, in die Regierung also. Krass, oder? Massa hat sich inhaltlich nicht verändert. Was sich verändert hat, ist: Er verliert in den Umfragen, und schwupps, verliert er seine Truppen. Wer keine Aussicht auf Macht hat, ist erledigt in der hiesigen Politik.

    Es rächt sich, dass Massa keine Parteistrukturen aufgebaut hat (Macri versucht das immerhin); Massas Art des politischen Handels ist durch und durch peronistisch, sehr traditionell, fast altbacken: Er gibt den Anführer, der Gefolgschaft erwartet und seine Stärke durch Stadionfüllen demonstriert.

    Außerdem fehlt ihm, was Scioli und Macri besitzen: ein Territorium, um Führungskompetenz zu belegen und Leute bei Laune zu halten. Massa ist nur Abgeordneter. Er kann nichts vorweisen.

  4. Ben schreibt:

    Wir immer toll geschrieben! bin gespannt wie die Wahlen dieses Jahr ablaufen..Ich drücke Macri die Daumen obwohl ich das ständige „cambio cambio“ Gerede auch langsam satt habe. Massa hat wenigstens einen klaren Diskurs, stellt Vorschläge und Kritisiert was aus seiner Sicht geändert werden muss. Finde ich echt schade das er so herunter gekommen ist, aber wie viele sagen, das wunder bei den Peronisten niemand, das sind Opportunisten die wie die Mücken dahin fliegen wo es gerade was zu futtern gibt. Das schlimmste dabei ist aber wie leicht das die Menschen hin nehmen, ohne jegliche Kritik, und wie sie dieselben Caudillos wieder wählen.

    Und wir deutsche, die hier schon seit Jahre leben können sowieso nicht wählen…Irgendwie ciudadanos de segunda. Podemos mirar desde un costado, criticar, pero no intervenir. Deshalb habe ich vor kurzem beim Konsulat in Bariloche einen Antrag auf eine zweite Staatsangehörigkeit gestellt. Das ging schnell und kostete nur 400 pesos, und sobald der Antrag (hoffentlich!) genehmigt ist kann ich hier in Argentinien die Staatsangehörigkeit beantragen. Für die Wahlen dieses Jahres reicht es leider nicht mehr, aber dafür kann ich in Zukunft beim Staat arbeiten, verschiedene Becas Beantragen, und einiges mehr was sonst überhaupt nicht geht.

    Höchste Zeit das auch Deutschland seine Gesetze in Hinsicht der Staatsangehörigkeit ändert…Die stammen nämlich zum Teil immer noch aus Preußens Zeiten.

  5. antje schreibt:

    ich hab ja so einiges verpaßt in den letzten wochen, ich war in hamburg, überwiegend 🙂
    zurück in der neuen heimat habe ich mich über die feststellungen einiger freunde gewundert, die mich ernsthaft fragten, ob es den deutschen wirklich so schlecht ginge! allem anschein nach glauben sie doch, was cristina für einen quatsch erzählt. das irritiert mich.
    übrigens schön wieder von dir zu lesen!

  6. Marcel Senn schreibt:

    Dafür gibt es in Argentinien Futbol para Todos — alles gratis! Wo bitte kann man in Deutschland die Bundesliga live im Fernsehen gratis sehen! Tja – das macht dann wohl den Unterschied aus zwischen einem verarmten Land wie Deutschland und einem reichen wie Argentinien! Ironie off*

  7. Nestor Nudo schreibt:

    Hey, paren!!! No tienen idea de lo que hablan. Ni siquiera el amigo que está en Argentina hace menos de 10 años. Los medios en Argentina y en todo el mundo no son una fuente confiable. Es hora de que espabilen. No se trata de Cristina ni los K. Se trata de que no volvemos atrás, que a los que prefieren a Menem y a cualquier otro con el perfil típico del empresario exitoso multimillonario o doctor en ciencias económicas y „profesor de Harvard“ NO LES COMPRAMOS MÁS ESPEJITOS DE COLORES. Por eso se retuercen los oligarcas internos.
    Y Ustedes? Ustedes son de palo, y unos avivados, vienen a buscar a Argentina lo que no encuentran allá pero apoyan a nuestros cipayos. Pero a Ustedes siempre los recibimos bien ¿Verdad? La información más difundida no necesariamente es la realidad. Ustedes comen mitos desde hace milenios. Los queremos pero no se la crean.

    • llamadojorge schreibt:

      Gracias Nestor por tomarte el tiempo de leer mi post y comentar. Estoy relacionado con una Argentina hace más de veinte años, conozco la situación del país de los ’90 y ya dije en aquel momento que el 1:1 no iba a durar, que no era sostenible. Pero había mucha gente que quería creer la historia del „Primer Mundo“ y les gustó viajar a Miami en vez de Mar del Plata y gastar los pesos „fuertes“. No duró. Y muchos se quedaron sorprendidos. Sabés qué? Veo algo muy similar en este momento. El gobierno argentino esta imprimiendo billetes a full, pero no devalua con respecto a otras monedas como debería hacerlo. Entonces va a llegar el momento que no va a quedar otra que devaluar otra vez de golpe un 40-50%. Y lo va a tener que hacer el gobierno que viene, sea el que sea. No querés volver atrás? Ya estás en el medio del pasado y ni te diste cuenta. Eso si, el gobierno no tomó tantos nuevos créditos en el exterior. Pero no porque no quiso, sino porque no pudo. Después del default nadie les presta (o solamente a tasas astronómicas). Con el pueblo argentino tiene una enorme deuda, primero y principalmente con el ANSES y los jubilados. Y esta deuda la paga con inflación. Para un gobierno que siempre pretende luchar por los pobres eso es bastante poco popular, porque son justo ellos los que lo pagan más caro. Mientras los funcionarios de turno y sus amigos se llenan los bolsillos, y no de los papelitos de color que gastamos nosotros sino de monedas mas fuertes como dolar o euro.
      Quedate tranquilo que yo, siendo extranjero, no voto. Entonces mi „apoyo“ (inexistente) a algún candidato no le servirá de mucho. Solamente uso este espacio virtual para describir la situación de mi actual país de domicilio para los que dejé atrás. No digo que tenga toda la razón ni que nunca me equivoque, pero trato de informarme de muchas fuentes y llegar a mis conclusiones usando mi cabeza. Es como yo lo veo y actualmente lo veo mal, gracias a mala gestión a nivel nacional y provincial.
      Y hablando de mitos: vos les crees el verso de que acá hay menos pobres que en Alemania?

      • Nestor Nudo schreibt:

        Es un gusto. Lamento que sea para debatir contra tu tesis, espero que sientas que lo hago con todo respeto.

        No comparto la memética racial tan evidente y que tanto afecta a homo sapiens sapiens desde el comienzo de la historia. Pero puedo tolerar bien vuestras limitaciones, como es obvio que sabrán hacer los alemanes con las propias de los argentinos. 

        Me comentas que estás relacionado con una argentina hace más de veinte años, que conoces la situación de Argentina en los 90`s y que anticipabas que la igualdad peso-dólar era de poca duración…

        Comprendo lo que dices. Pero es muy difícil que la relación con una sola persona de Argentina pueda cubrir la gama de perspectivas posibles para entender qué nos sucedió y qué nos sucede… Porque es obvio que algo nos sucede. El punto es que nos suceden muchas cosas y muchos las interpretan – inevitablemente – con el sesgo impuesto por los medios y los objetivos de la cultura dominante.

        Prefiero confiar en mi perspectiva de haber vivido SIEMPRE en mi país, en Buenos Aires, capital federal, y en Córdoba. Creo tener tanto interés en obtener información confiable como me comentas que es tu caso (para la estimación de la amplitud de mi experiencia y registros, hice el servicio militar a los 18 años, en 1978).

        No digo nada de los 80´s pero es un período clave que se tiende a omitir también. Si algo nos pasa a los argentinos, te aseguro que es la amnesia inducida por los medios y sus actores.

        En los 90´s el comportamiento delirante fue estimulado en la gente. Comparto parte de lo que dices, que la gente se creyó vivir en el “mejor de los mundos posibles”. Pero lo que NO OMITO es que a la gente se le hizo creer lo que creyó. Como ocurrió y ocurre en Europa, África, Asia y Américas.

        Las alianzas de la cultura dominante en Argentina permitieron que la cultura dominante internacional hiciera negocios y blanqueos en Argentina. Y son las mismas alianzas – oh, ¿casualidades? – que en la actualidad, en Argentina y el mundo, se rasgan las vestiduras con los gobiernos que están madurando, en su salida de la adolescencia política.

        Argentina, comparándonos hacia dentro – “error de Aníbal Fernández” al “bromear” comparándonos con Alemania -, digo, comparándonos hacia dentro, con los K. obtuvo el mejor gobierno de todos hasta el momento. Manejándonos con las mismas fuentes para el análisis interno, cualesquiera que se escojan, los números son indudablemente much0 mejores en el período K. que en todos los períodos previos, desde Onganía hasta Menem.

        Y el hecho de que el bienestar se reparte ahora un poco más entre los que menos tienen, NO trae inflación (NI la trajo). Ya se desmontaron viejas maniobras para provocar caos financiero, llevamos bastante tiempo demostrando la futilidad de tratar a las sábanas agitadas como fantasmas. El meme del “caos” le conviene a quienes tienen su HERRAMIENTA preparada para solucionarlo… El problema es que el que sólo tiene un martillo ve todos los problemas como un clavo.

        El capitalismo de estado no es una intromisión en la libertad comercial de las corporaciones y empresarios. Es una limitación al grado de injerencia que puedan tener estas entidades en el estado de bienestar del resto de la población.

        No entenderlo es como no entender que el modelo educativo finlandés es impracticable en el resto del mundo. (¿Acaso algún otro país en el mundo estará dispuesto a aceptar que el status social de un médico o abogado sea el mismo o menos incluso que el de un docente?). ¿Y cómo sostiene Finladia “el engendro”? Gracias al capitalismo de estado. En sus propias narices. Nokia, y etcéteras varios de los que no hablar.

        Argentina no está más corriendo en la cinta infinita. No todos los argentinos pensamos igual; la mayoría, últimamente, pensamos con la cabeza. Sólo a los prepotentes les parece que les alcanza con tener poder para convencernos de cualquier cosa. No creo que volvamos a la era de Menem ni a la de los anteriores casos tampoco.

        Por otra parte, ¿en los análisis económicos globales no hay espacio para las consideraciones sociales? Porque si es así… Bueno, será el momento de ponerse creativos porque una vez que nos hacemos conscientes de algo, ya no podemos dejar de observar qué sucede con eso. Es el factor conciencia lo que se impone a los porcentajes.

        Antes se estigmatizaba al comunismo y a la izquierda… ¿Ahora a qué?

        Si no interesa lo social y queda fuera de toda racionalidad, la manipulación es más fácil con cifras que con personas. Disponiendo de suficientes medios se dibuja lo social, se lo crea o desfigura. La realidad que veo es otra, con cifras también, pero supeditada a lo humano, lo sistémico y lo ecológico. La era de las ideologías ya pasó hace rato.

        Si los tiempos para desarrollarse crisis económicas son cada vez más cortos, los procesos inflacionarios, como parte de las crisis, también se aceleran. Entonces ¿Por qué en Argentina llevamos años sin crisis económicas reales? Salvo que comencemos a llamarle crisis a los boicots y levantamientos de los terratenientes, productores y empresarios que no estaban acostumbrados a que les impidan ganar a su antojo en sus negocios.

        La deuda con jubilados y pensionados… nunca estuvo mejor la situación en este aspecto. Obviamente, la oposición sugerirá siempre que los ajustes los soporten las clases más desprotegidas. Pero ahora, ¿se quejan los pobres y jubilados o se quejan los medios y la clase dominante? Quejas de jubilados no hay.

        Así que si en época de Menem los jubilados morían en las colas por cobrar 120 pesos y estábamos en crisis permanente, y hoy los jubilados cobran 4000 pesos ¿Por qué no tenemos ninguna crisis interna REAL…? ¿Será que las cifras y aspectos cuantitativos que se utilizan en las estimaciones son arbitrarios? ¿Se parece al caso de decir que el nivel de pobreza de Argentina es menor que el de Alemania? Y… sí, se parece mucho. Yo no me quejo, no soy rico ni soy de clase dominante.

        Me llama la atención que digas que los pobres con este gobierno terminan siendo engañados o perjudicados… Parece que perjudicar a los pobres le está llevando demasiado tiempo como para ser efectivo en eso.

        En cuanto al tópico del enriquecimiento de funcionarios y amigos… bueno, los políticos no nacen de repollos. La ingenuidad no tiene cabida al tratarse de homo sapiens sapiens. El cambio de discurso – descarado – de los actores políticos de la época menemista no lo perciben en Argentina ni los desmemoriados ni los extranjeros. Y en ambos casos, la limitación es inducida por los medios, que lejos de ser una manifestación de libre pensamiento son una manifestación de pensamiento limitante.

        La elección para nosotros es cada vez más fácil porque podemos discernir quienes son aliados y quienes son explotadores. Ya no elegiremos a santos ni figurines, sino a quienes más repartan entre los que menos tienen, y quienes más respeto impulsen a los derechos de todos, sistémicamente hablando.

        Coincido en esto con tu perspectiva: no tenemos menos pobreza que en Alemania. Ni me creo “ese” mito.

        Discrepo con tu análisis porque está relacionado con la tendencia de los medios opositores al gobierno y su sesgo habitual, bastante primitivo.

        Si este país fuera un barco, es la primera vez que tiene rumbo cierto. Puede ser que sea una gestión defectuosa, pero se compensa bien porque parece que por primera vez hay gestión. Y para beneficio de más personas.

        A los políticos muchos ya no les creemos después de lo ocurrido con Menem. Les exigimos más. Algunos elegirán en función de la manipulación, pero la mayoría, estoy convencido de que lo hacemos por saber reconocer y diferenciar a quiénes nos arrojan una soga de quienes nos quieren dejar en el pozo.

        Gracias por leer hasta aquí.
        Cordialmente. Desde mí, en Argentina.
        N.N.

      • llamadojorge schreibt:

        Hola Nestor, perdón por la demora en responder. Tuve (y tengo) bastante trabajo y no siempre me sobran las ganas de ponerme a escribir después de todo un día haciéndolo. Quizás tengas razón que desde el punto de vista de mucha gente los gobiernos K hayan sido los mejores de los últimos 50 años. Yo sería más cauteloso con los elogios, porque en general los verdaderos logros o fallas de un gobierno se aprecian o descubren recién cuando ya son historia. Recuerdo que el gobierno de Menem fue muy bien visto hasta el final del mandado e incluso en el 2003, después de la debacle, Menem todavía ganó más votos que Kirchner. Hoy vemos a la era del neoliberalismo menemista por lo que era: un gran error (y en eso estamos muy de acuerdo; tengo la sensación que – quizás por dificultades del idioma – me hayas malentendido que yo fuera a favor de una vuelta a las recetas de esta epoca).
        Comprendo porqué para mucha gente actualmente tenemos el mejor gobierno: En esta „década ganada“ entraron cientos de miles de personas en el empleo del estado, recibiendo sueldo, aguinaldo, vacaciones pagas quizás por primera vez en su vida. Para todos ellos seguramente fue un muy buen gobierno, porque les permitió participar del consumismo de los últimos 10 años. También para todos aquellos que perciben o percibieron algún beneficio estatal, sea la AUH u otro: de la perspectiva personal de ellos seguramente es un muy buen gobierno.
        Pero disputaría la tesis de lo que es bueno para toda esta gente es bueno para el país. Suena raro y necesita explicación. Creo que todos estos beneficios y empleos no van a poder sostenerse en el tiempo. Diría que ya en este momento solamente se sostienen emitiendo bonos a tasas monstruosas, imprimiendo billetes, aumentando la masa monetaria – y la inflación. Ojalá me equivoque, pero creo que el gobierno que entre en diciembre – sea con un presidente Scioli, Massa o Macri – va a tener que hacer dolorosos ajustes, porque simplemente no se puede sostener una sociedad solamente administrandose a si misma. Alguién tiene que pagar la factura.
        Y Argentina tiene ya una de las más altas cargas impositivas de la región – y eso no es algo que solamente dicen los medios opositores (Chequeado, Cepal, IARAF). Según la fuente está rondando o superando el promedio de la carga de los estados de la OCDE – y como alguien que ha vivido en el exterior dejame decirte que los servicios que brinda el estado Argentino a cambio no están a la altura de estos países. Sin embargo el gobierno deja un enorme déficit fiscal, o sea, a pesar de la alta carga impositiva y los malos servicios el estado gasta mucho más de lo recaudado. Esto no me parece sostenible y tarde o temprano el próximo gobierno lo va a tener que cambiar. Quizás no resulte en una crisis tán profunda como en el 2001/2002, pero tampoco va a ser fácil. Para usar tu imágen: el barco que para vos tiene rumbo cierto, para mi va rumbo del arrecife. Y insisto: Van a ser los más pobres que van a ser los más perjudicados.
        Pero aparte de las cifras económicas que ciertamente son debatibles, el actual gobierno para mi tiene una gran deficiencia: la erosión institucional. Cuando se volvió a la democrácia en el 1983, se volvió a un estado con tres poderes – ejecutivo, legislativo y judicial. Hoy el ejecutivo gobierna con un Congreso que es poco más que una escribanía y desde dos años – bajo el lema de la „democratización“ de la justicia – está tratando de imponerse en el poder judicial también. Encima trata de disciplinar al cuarto poder – la prensa – con los gastos de propaganda, y, donde esto falla, con el desmantelamiento de los grupos económicos detrás. No me malinterpretes: no soy ningún hincha de Clarín, me parece un grupo de medios tán abominable como el de Springer en Alemania (entre otros editor del diario más grande del país, BILD Zeitung) o News Corp. en EEUU (Fox News etc.) y lo he criticado acá en este mismo blog más de una vez. Pero veo un grán problema cuando un gobierno trata de deshacerse de la prensa crítica, que para mí es parte fundamental de una democracia. Tanto como lo serían conferencias de prensa de la mandataria con todos los medios – afines y opositores. Algo muy normal en mi país de orígen.
        Podría agregar unas cuantas otras cosas como las estadísticas oficiales desconfiables o faltantes (ej: desde el 2009 no hay estadística de delitos para Buenos Aires provincia), las irregularidades en las últimas votaciones (ni siquiera denegadas, solo minimizadas por la misma gente que debería garantizarlas), la muerte sospechosa del fiscal que investigaba a la presidenta, que para mí son todos cuestiones importantes. Pero yo tengo un techo y la panza llena y comprendo si otra gente pone las prioridades en la satisfacción de sus necesidades básicas. Solamente tengo la sospecha de que a la larga los siguen defraudando. No veo a muchos saliendo del pozo. Veo un pozo más cómodo.

  8. Marcel Senn schreibt:

    Hallo Jorge,
    Christina hat sicher massiv übertrieben mit ihrer Aussage, dass es weniger Arme gibt als in Deutschland, aber ehrlich gesagt Deutschland verkommt auch längs wie mehr zu einer Lüge – 24% der Arbeitnehmer sind Niedrigstverdiener, Zeitarbeitsverträgler, Ein-Euro-Jobber, sklavenähnlich gehaltene Praktikanten – dazu kommt ein immer grösser werdendes Heer von Hartz-IV-lern.
    In Sachen Dumping-Löhnen und Sozialabbau ist Deutschland in Europa ganz vorne mit dabei, dazu kommt die Gebärfaulheit der Deutschen – mit noch etwas über 8 Geburten pro 1000 EW ist die Situation noch viel schlimmer als in der CH (rund 10.5 Geb/EW) und das Land wird zunehmed vergreisen — wenn die Babyboomer mal in die Rente kommen, wird die Rentensituation auch nicht viel besser sein als in Argentinien.
    .
    Mit anderen Worten – Deutschland nähert sich in den nächsten Jahren und Jahrzehnten vermutlich immer mehr Argentinien an, als Du es vielleicht wahrhaben willst oder nicht. Aber solange noch so Stiefellecker des Grosskapitals wie Dr. Wolfgang Schäuble das Sagen haben, wird sich die Situation auch in D. verschlimmern…die untätige Aussitzer-Mutti Merkel bringt ja auch nicht wirklich viel — da hat Christina doch noch einiges mehr an Pfupf im A… als Mutti!
    Die Mär von den gesicherten Renten ist auch in D. nur eine Mär – auf die Niedrigverdiener und Armen werden in Deutschland noch härtere Zeiten zukommen, während das Grosskapital dort immer reicher wird. Und als „Exportweltmeister“ sägt Deutschland eben auch auf dem Ast auf dem es sitzt — Griechenland war dabei nur ein Vorspiel (die deutschen Exporte nach Gr. vor allem Militär, aber auch Infrastruktur haben ja auch einen Teil zur gr. Tragödie beigetragen).
    .
    Und sollte sich das Desaster in China zu einer globalen Rezession ausweiten, dann kommen ganz harte Zeiten auf D. zu. Argentinien hat zumindest schon Krisen aller Art hinter sich – von der Militärjunta (inkl. den ersten gescheiterten neolibarlen Versuchen von M. Friedman und seinen Chicago Boys in den 70ern), über die Hiperinflation Ende 80er, dem 1:1 Märchen, dem Staatsbankrott usw — Argentinien ist krisenerprobt — bei Deutschland ist es schon zu lange her – 1948 und dann kam ja das „Wirtschaftswunder“, das zwar D. wieder vermögend aber auch selbstgefällig machte.
    .
    Unter dem Strich hat Argentinien langfristig wohl die besseren Zukunftsperspektiven als Deutschland würde ich jetzt mal frech behaupten…

    • llamadojorge schreibt:

      Ui, Marcel, langer Kommentar. Und nette Ausdrücke („Pfupf im Arsch“ – keine Ahnung, was das heißt, klingt aber ungefähr so nett wie „Töff“).
      Zum Thema: Zweifellos ist die relative Armut in Deutschland in den letzten Jahren gestiegen und womöglich sogar die absolute. Den Arbeitslosenzahlen glaub ich schon lange nicht mehr, seit ich weiß, was die da alles rausrechnen (sogar krankgemeldete Arbeitslose sind für die Zeit, in der sie krank sind, nicht arbeitslos – toll, oder?). Und damit hängt ja zusammen, dass das Heer der Billigjobber immer größer geworden ist. Immerhin haben die Deutschen inzwischen auch einen Mindestlohn, wovon offenbar besonders die Ossis profitieren (auch wenn der im Osten gar nicht überall gilt). Und komischerweise hab ich von einer Insolvenzwelle, die von interessierten Kreisen vorausgesagt worden war, noch nichts gehört…
      Zum Thema Vergreisung brauch ich mir nur den Ort anzusehen, in dem meine Eltern wohnen. Wenn du da zum Einkaufen gehst siehst du bloß graue Haare. Und ab und zu mal ’ne Türkin mit Kopftuch dazwischen. Und dann ziehen solche Stützen der Gesellschaft wie ich (hüstel) auch noch ins Ausland und zahlen da Steuern und Sozialabgaben, statt schön daheim zu bleiben und Schäubles Kassen zu füllen.
      A propos Schäuble: von dem gab’s gestern in der ARD ein 45 minütiges Porträt von Stephan Lamby, der immer wieder großartige Außen- und Innenansichten von Politikern liefert (u.a. Kohl, Barschel, Fischer, Merkel; auch Schäuble schon mal, 2000, nach seinem tiefen Fall wegen der Spendenaffäre). Ich hab’s noch nicht gesehen, werd ich aber noch. Und weil wir grad bei Fernsehen sind: In der Reihe 37 Grad gab’s im ZDF gestern eine Doku über „Lehrer über Nacht“ – Quereinsteiger mit 40 stehen plötzlich zum ersten Mal vorne im Klassenzimmer, weil 2013 über 26.000 Lehrer pensioniert wurden (1999 waren es noch 11.000). Auch das sicher interessant im Zusammenhang mit dem Thema Vergreisung.
      Ich glaube, wir können uns einigen, dass in Deutschland auch nicht alles zum Besten bestellt ist und Mutti mit ihrer Durchwurstelei das nicht besser macht. Leider darf sie unbegrenzt oft wiedergewählt werden und die Deutschen mögen sie offenbar. Mir ein Rätsel, aber… Nichtsdestotrotz glaube ich nicht, dass Deutschland schon auf dem Weg in die Argentinisierung ist. Sie werden das machen, was sie schon seit bald 200 Jahren machen: Rohstoffe, die es im Inland nicht gibt, werden importiert. Deshalb glaube ich wird es vielleicht noch vor 2020 ein Einwanderungsgesetz geben, das Regeln für die Zuwanderung aufstellt – natürlich so, wie sie der Wirtschaft passen. Wer entsprechende Qualifikationen mitbringt (z.B. Ingenieure) darf rein. Evonik-Chef Engel hat sich ja gerade als erster der Riege der Topmanager dafür stark gemacht, abgelehnten Asylbewerbern bei entsprechender Qualifikation ein Bleiberecht in Deutschland zu gewähren. Das kriegen die auch durch, da bin ich sicher. Und dann geht die Sause weiter. Die Reichen werden weiter noch reicher und die am anderen Ende kriegen weiter die Wurstzipfel. Oder Brotkrumen (für die Vegetarier).
      In einem geb ich dir allerdings Recht: die Argentinier sind Weltmeister im Krisenbewältigen. Die haben wir hier ja auch alle 12-13 Jahre. Falls es in Deutschland tatsächlich mal so dicke kommen sollte, müssten sich die Deutschen hier einiges abschauen.

      • Marcel Senn schreibt:

        Hola Jorge — Pfupf ist tatsächlich eher ein schweizer Ausdruck und hat wirklich was mit Töff zu tun – in der CH heisst das ein kleiner Töff auch ein Pfupf oder Pfupfli. (ich meinte damit Power – jetzt mal im Vergleich zu Angela Merkel, die meines erachtens primär mal aussitzt und wenn es nicht mehr geht, reagiert…aber mit regieren hat das relativ wenig zu tun – gut sie hat Glück, dass die Exportwirtschaft noch ein Selbstläufer ist).
        Wie ich oben schon geschrieben habe, ich bin zwar Christina in einigen Belangen kritisch eingestellt, aber auf der anderen Seite, so schlecht hat sie auch nicht alles gemacht und wie gesagt im historischen Vergleich, war die Regenschaft der K’s ziemlich sicher einer der besseren in Argentinien – gut die anderen Regierungen waren ja teilweise ganz übel, da ist es auch nicht ganz so schwierig besser zu sein.
        Bei uns in Uruguay ist ja jetzt auch schon zum dritten mal eine Linksregierung dran, auch die mussten ein Land nach dem Bankrott übernehmen und auch wenn es nach wie vor Probleme gibt, haben die Uruguay doch wieder hoch gebracht, ist wieder kreditwürdig, es kommen grüne Scheine aus den Bankautomaten und viele meiner Freunde meinen, dass es trotz allem dem Land noch nie so gut gegangen sei Gut die Unternehmer lästern über die Regierung auch wie in Argentinien – aber das gehört halt vermutlich dazu.
        Marina arbeitet jetzt seit gut zwei Monaten in Tecnopolis, hat diesen Job eigentlich direkt von der Casa Rosada bekommen – resp. wurde dort von einem Schulfreund der Politkarriere gemacht hat zum Kaffee eingeladen und hat ihr den Job als Designerin all der Messen und Staatsanlässe in Tecnopolis und landesweit vermittelt. Gut sie kommt ja auch aus einen artverwandten Bereich – der Film- und Fernsehindustrie, aber als Freelancer hatte es immer wieder mal grössere Zeiträume keine Arbeit, was eine Planung doch eher verunmöglicht. Ende Jahr hatte sie in einer grossen deutschen Produktion gearbeitet – „Colonia Dignidad“ mit Emma Watson, Daniel Brühl und Martin Wuttke ua. kommt jetzt dann in die Kinos in D und vermutlich auch hier bald.
        In Tecnopolis (oder wie die Opposition sagt „Negropolis“) war ich bis jetzt einmal und muss sagen ist schon beeindruckend – muss nochmals vorbei, wenn es weniger Leute hat – während den Ferien hatte es zu viele Leute. Klar ganz billig ist so ein Prestigeprojekt sicherlich nicht, und dazu noch gratis para todos…warst Du schon mal dort? Aber es passieren doch spannende Sachen dort – Edutainment zu fast allen Lebensbereichen.
        Ansonsten pendle ich zw. Buenos Aires und Colonia – hier habe ich eine grössere Zahnartzgeschichte und in Colonia ist es schön friedlich und ruhig.
        Salduos
        Marcel

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