Mediengesetz, die nächste Runde

Heute abend meldete die Zeitung Perfíl, die föderale Zivil- und Handelsrechtskammer habe das Mediengesetz der Regierung von 2009 in den von Clarín beklagten Punkten für nicht verfassungskonform erklärt. Ein offizielles Urteil liegt aber wohl noch nicht vor. Die Regierung wird diese Entscheidung auf jeden Fall anfechten. Und wenn es eine Zeitungsente war, und das Gericht anders entscheidet, wird Clarín weiterklagen. So oder so: Damit liegt der Ball ab sofort beim Obersten Gerichtshof, mit dem sich Königin Cristina und ihre Hofnarren ja schon eine Weile befehden.

Einer der wichtigsten Punkte des Mediengesetzes ist ja, dass keine Medien-Monopole entstehen sollen. Deshalb will die Regierung den Besitz von Radio- und Fernsehstationen einschränken (bei Zeitungen bin ich nicht so sicher). Ich hab auf der Basis von Informationen aus verschiedenen Quellen daher mal eine Übersichtskarte der Medienlandschaft in Argentinien gebastelt. Weil ich sie hier aufgrund der Einschränkungen von wordpress.com mal wieder nicht zeigen kann, findet ihr sie im neuen Zweitblog (oder hier als PDF-Download). Erläuterungen zum Verständnis schreib ich jetzt aber hier nicht nochmal.

Ich finde, auf den ersten Blick ist von Medienmonopolen dort nichts zu erkennen. Auswahl gibt es zunächst mal reichlich. Wie die Argentinier davon Gebrauch machen (und dass sie zur Hauptsendezeit z.B. immer dieselben drei Fernsehsender einschalten) muss wohl am Programm liegen.

Anregungen, Kritik, Verbesserungsvorschläge nehme ich hier wie dort gerne entgegen.

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