Wasserfälle von Iguazú zum „Weltnaturwunder“ erklärt – völlig zurecht

Die Wasserfälle von Iguazú an der argentinisch-brasilianischen Grenze sind das schönste Fleckchen von Argentinien, das ich bisher kenne. In einem subtropischen Urwald stürzen nicht weniger als 270 Kaskaden bis zu 70 Meter in die Tiefe. Ich kann nicht für die anderen sechs „Neuen Weltwunder der Natur“ sprechen, aber ich finde, dieses hat das Prädikat zurecht erhalten. Die anderen sechs sind der Amazonas-Regenwald, die Bucht von Halong (Vietnam), die Vulkaninsel Jeju (Süd-Korea), der Nationalpark von Komodo (Indonesien), der Tafelberg (Südafrika) sowie der unterirdische Fluss bei Puerto Princesa (Philippinen)

Gewählt wurden die N7W schon im November 2011, aber erst in der letzten Woche wurde mit einer feierlichen Zeremonie der Status offiziell erteilt (Bericht und Foto bei Perfil). Kritik gab es bereits bei der Wahl der sieben neuen Weltkulturwunder am Wahlverfahren (nur online oder per – gebührenpflichtigem – Telefonanruf oder SMS) sowie daran, dass Mehrfachstimmabgaben nicht unterbunden wurden. Die UNESCO ging deshalb auf Abstand und geißelte die Aktion als reine Werbeveranstaltung für den Tourismus.

Aber mal ehrlich: kann man für diese Naturschönheit zuviel Werbung machen? Ein Klick auf ein beliebiges Bild öffnet die Großansicht.

Ich würde jedenfalls morgen wieder hinfahren.

 

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14 Antworten zu Wasserfälle von Iguazú zum „Weltnaturwunder“ erklärt – völlig zurecht

  1. Marcel Senn schreibt:

    Hola Helge,
    Hast ein paar Tage Abstand zum alltäglichen Wahnsinn in BsAs genommen.

    Die Scherzkekse von der Regierung lassen sich ja mittlerweile täglich neue Restriktionen einfallen, kommst Du noch an Euros??…da ist glaub schon bald dein Rundumschlag 2 dran :-))

    .Iguazu ist wirklich beeindruckend, war 1983 mal da.

    Hasta luego
    Marcel

    • llamadojorge schreibt:

      Abstand nicht wirklich. Aber irgendwann wird’s mir selbst zu blöd, immer nur über die komischen Ideen der Regierung zu schimpfen (und ja, da hab ich noch genug Stoff, kommt nahezu täglich was dazu). Ich leb ja auch aus einem Grund in Argentinien – und der hat viel mit den Menschen hier und der großartigen Natur zu tun (von der man allerdings im Großraum Buenos Aires leider wenig sieht). Das wollte ich nur mal wieder herausstellen. Sonst fragt ihr euch natürlich irgendwann, was macht der da, soller doch nach Hause fahren. Nach dem Motto: Geh doch rüber…

  2. meinnestintanti schreibt:

    ach ja, ich würde sofort mitkommenm helge! so ein erlebnis, das kann man gar nicht beschreiben…
    liebe grüße

    • llamadojorge schreibt:

      Stimmt, kann man nicht beschreiben, muss man gesehen haben. Wir hatten das Glück, 2002 im Sheraton absteigen zu können, also direkt im Nationalpark, nur einen Fußmarsch von den Fällen weg. Nach 16:30 sind alle Touribusse weg und man hat die Fälle mehr oder weniger für sich allein. Ein Traum! Und ich muss immer noch dran denken, wie ich mich gewundert habe, dass die die nachts nicht abstellen, guckt ja doch keiner. Bis mir dann wieder einfiel, dass ich ja nicht in irgendeinem Theme-Park bin, sondern dass das ein in Jahrmillionen gewachsenes natürliches Phänomen ist. Und eben – außer bei großer Trockenheit – nicht abgestellt wird. Manchmal hat man als Zivilisationskind schon komische Ideen, oder?

  3. Vallartina schreibt:

    Sind schon gewaltige Wassermassen! Müsste man mal in geringer Höhe überfliegen können, das wäre wahrscheinlich spektakulär!

    • llamadojorge schreibt:

      Es gibt einen Service für Hubschrauberflüge über die Fälle. Stell ich mir auch toll vor, ist aber sicher auch schweineteuer. Abgesehen davon ist mit „in geringer Höhe“ schon mal nix, weil da schließlich auch ’ne ganze Menge fliegender Fauna durch die Luft segelt. Minimalhöhe des Hubschraubers über den Fällen waren nach meiner Beobachtung 100-150 Meter. Schön für den Überblick, aber den eigentlichen Kick kriegst du sowieso eher, wenn du mit einem der kleinen Speedboote bis fast unter die Kaskaden fährst. 🙂

  4. llamadojorge schreibt:

    Haha, Vallartina, ungefähr so?
    Gast auf der Hotelterrasse in Misiones
    (Tatsächlich ein Originalbild aus unserem Urlaub in Misiones!)

    • Vallartina schreibt:

      Ja, aber da es keinen Sonnenschirm gibt, bitte wenigstens mit einem Eiskühler für die Drinks und einem persönlichen Fächerwedler ….
      😆

  5. Cecilia schreibt:

    Oh! Ich liebe das Bild des unbekannten Urlaubers! 😀

  6. Timo Bouerdick schreibt:

    Wann fahren wir morgen los? 😉

    Ich fand es auch sehr beeindruckend, vor allem die argentinische Seite… Wir hatten auch das große Glück das wir dank unseren Couchsurfing-Hosts auch außerhalb der Zeiten dorthin konnten… in jedem Fall sind die Wasserfälle ein Erlebnis, und deutlich besser als zB die Niagara-Fälle…

  7. Dirk schreibt:

    Jetzt frage ich mich bei dem Blick auf den Gast, ob du das Persönlichkeitsrecht verletzt hast oder ob es sich doch um jemand dir Nahestehenden handelt…

    • llamadojorge schreibt:

      De facto ersteres, ein Model Release hab ich nicht für das Bild. 🙂 Aber ist der Herr auf dem kleinen Bild wirklich erkennbar? Es gibt ’ne Menge dicke Männer mit Glatze, die da vor 10 Jahren in der Badehose auf der Sonnenterrasse des Hotels eingeschlafen sein können… Ich glaube nicht, dass ich mir Sorgen machen muss. Liebe Grüße nach Köln!

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