Rundumschlag

Das kann man doch alles gar nicht aufschreiben, was hier passiert. Da kommt man ja zu nichts anderem mehr. Deshalb nur in Stichpunkten:

Thema 1:

  • Der Vizepräsident Amado Boudou ist seit Wochen in eine handfeste Korruptionsaffäre verwickelt, weil er während seiner Zeit als Wirtschaftsminister einen Auftrag zum Druck von Banknoten an eine Firma vergeben haben soll, an der er selbst über Mittelsmänner beteiligt ist.
  • In einer Rede bestreitet er alle Anschuldigungen und wirft Medien, Richtern und Staatsanwälten ein Komplott gegen ihn vor, das „mafiös“ sei. Er schreckt dabei auch nicht davor zurück, bisherige Alliierte der Kirchnerregierung vor den Kopf zu stoßen wie den obersten Staatsanwalt Esteban Righi und den Präsidenten der Börse, Adelmo Gabbi.
  • Righi präsentiert kurz darauf seinen Rücktritt; ersetzt werden soll er jetzt durch einen Mann, der seinen bisherigen Posten dem Vizepräsidenten verdankt. Vielleicht zeigt er sich ja dankbar und sorgt dafür, dass die unangenehmen Ermittlungen eingestellt werden.

Thema 2:

  • zum 30. Jahrestag des Beginn des Falklandkriegs (hier: „Guerra de las Malvinas“, weil die Inselgruppe im Spanischen Malvinen heißt) verschärfen sich die Töne zwischen London und Buenos Aires. Die argentinische Regierung versucht die Reihen der lateinamerikanischen Länder zu schließen und Großbritannien zum Beispiel die Hochseehäfen für Schiffe mit der Flagge der Inseln zu versperren, um so endlich Gespräche über eine Rückgabe der Eilande zu erzwingen. Das konterte der britische Premier indem er den Argentiniern „Kolonialismus“ im Bezug auf die Falklands vorwarf und jegliche Gespräche ablehnte. Solange die Bewohner britisch bleiben wollten, sollten sie das auch können, so seine Ansicht. Gleichzeitig entsandte Großbritannien eines seiner modernsten Kriegsschiffe in den Südatlantik – ein klares Signal an Argentinien. Dabei steht eine erneute militärische Eroberung der Inseln von Seiten Argentiniens überhaupt nicht zur Debatte. Dafür fehlt Argentinien schlicht das Militärgerät.
  • Hintergrund des Streits sind Ölfunde vor den Inseln, die ein britisches Unternehmen gerne ab 2016 ausbeuten möchte. Sehr zum Missfallen der Argentinier, denn hier kriegt jedes Schulkind eingebleut: las Malvinas son Argentinas!
  • Lediglich einige Intellektuelle in Argentinien haben entdeckt, dass es so etwas wie ein Selbstbestimmungsrecht auch der Falkland-Insulaner geben sollte und haben in einem Debattenbeitrag in Página/12 die Suche nach einer Alternative zur Rückgabe der Inseln vorgeschlagen. Es sei an der Zeit, endlich offene Gespräche vor allem mit den Insulanern zu suchen, ohne die Vorbedingung, die Inseln müssten zu einem festgelegten Zeitpunkt argentinisch werden. Wenngleich sofort als Vaterlandsverräter verunglimpft, ist dies doch nach Jahren das erste Mal, dass auch mal die andere Seite öffentlich wird – die Seite der Argentinier, die durchaus zu Kritik an der nationalistisch aufgeladenen Frage fähig sind, welche Flagge denn nun über den Inseln weht. Man kann nur hoffen, dass diese Ansicht sich verbreitet. Dann gibt es vielleicht eines Tages eine Lösung des Konflikts, z.B. indem die Inseln zwar britisch bleiben, aber Argentinien etwas vom Öl abbekommt.

Thema 3:

  • Ein angeblicher (oder tatsächlicher) Tornado fegt am Mittwoch vor Ostern über den Großraum Buenos Aires hinweg, hinterlässt eine Schneise der Zerstörung und nach letzter Zählung 17 Tote. Ganze Stadtteile sind auch knapp zwei Wochen nach dem Ereignis noch immer ohne Strom, auch die Wasserversorgung stockt.
  • Tagelang kümmert sich von den Politikern niemand um die Aufräumarbeiten und die Wiederherstellung grundlegender Services, stattdessen fahren die Damen und Herren offenbar kollektiv in den Osterurlaub und sind bis zum folgenden Montag nicht zu erreichen.
  • Als „Selbstverteidigung“ blockieren die betroffenen Menschen die Hauptverkehrsstraßen in und aus der Hauptstadt, um auf ihre Situation aufmerksam zu machen. Auch Nebenstraßen werden blockiert. In Ermangelung polizeilicher Kontrollen verlangen die Besetzer dort von den Passanten Wegezoll in Höhe von bis zu 100 Pesos.
  • Als sich Planungsminister Julio De Vido dann doch am Ostermontag in einer Pressekonferenz präsentiert, tut er dies vor dem Foto eines Tornados, um zu verdeutlichen, wie außergewöhnlich die Umstände dieses Tropensturms gewesen seien und dass man schließlich alles tue usw.usf. Schönheitsfehler: das Foto des Tornados ist von 2010.
Planungsminister Jorge De Vido sitzt vor einem Tornadobild von 2010

Planungsminister Jorge De Vido sitzt vor einem Tornadobild von 2010, mit dem er erklären will, warum der Tornado 2012 so schlimme Folgen hatte.

Thema 4:

  • Die Wirtschaftspolitik der Regierung wird immer abstruser. Neben den inzwischen allgegenwärtigen Einfuhrkontrollen, die einige Unternehmensführer wie der Leiter der lokalen Sparte des niederländischen Elektronikkonzerns Philips sogar noch verteidigen „weil sie ja wenigstens für alle gelten“, macht die Regierung weiter mit ihrem Plan von „X für alle“. Diesmal: Yerba Mate für alle (Mate Tee). Mate hat sich innerhalb der letzten Wochen über 100% im Preis verteuert – Schuld sind angeblich die Zwischenhändler und Supermärkte, die mit dem Produkt spekulieren. Mate ist hier wichtiger als Tee oder Kaffee in Deutschland, entsprechend empfindlich reagieren die Menschen darauf, dass das Kilo inzwischen bis zu 35 Pesos kostet. Jetzt muss Handelsstaatssekretär Guillermo Moreno ran und Preise diktieren.
  • Großartigste Operation der Präsidentin ist aber die heute verkündete Teilverstaatlichung des Ölkonzerns YPF, der seit den 1990er Jahren mehrheitlich der spanischen Repsol gehört. Die Regierung wirft Repsol vor, nicht genügend in die Förderung von Öl und die Exploration zu investieren. Repsol hält dagegen, dass das Unternehmen in den vergangenen Jahren bereits mehrere Milliarden investiert habe und in den kommenden weiter investieren wolle. Bereits in den vergangenen Wochen hatte sich die Verstaatlichung angedeutet, als mehrere Provinzen YPF die Förderlizenzen entzogen. Der daraufhin einsetzende Einbruch der Aktienkurse von Repsol/YPF dürfte gut ins Kalkül der Regierung passen. So lassen sich die angestrebten 51% der Aktienanteile günstiger übernehmen.
  • Nun ist Argentinien keineswegs das einzige Land, indem die Ölkonzerne staatlich kontrolliert werden. Venezuela will ich gar nicht erwähnen, aber auch in den meisten anderen lateinamerikanischen Ländern sind die Ölfirmen so genannte „NOC“ – national oil companies (Liste bei Wikipedia). Dumm an der geplanten Verstaatlichung ist allerdings, dass die Spanier das als „feindlichen Akt“ sehen und sich gegen die Operation wehren wollen. In der EU dürften sie nach den jüngsten Erfahrungen mit den Einfuhrsperren und dem Gezerre um die Falklands/Malvinen etliche Mitstreiter finden, die evtl. mit Sanktionen gegen Argentinien reagieren. Das könnte das Land mittelfristig teurer kommen als die zusätzliche Ölproduktion – falls überhaupt realisierbar – an Geld bzw. eingesparten Devisen einbringt.
  • Spanien könnte dabei sehr leicht auf die Enteignung reagieren und Argentinien empfindlich treffen: Seit Monaten liegt dort eine Entscheidung auf Eis, die Einfuhr von Biodiesel drastisch zu erschweren. Spanien ist bislang Hauptabnehmer von Biodiesel aus Argentinien, 720.000 Tonnen hat das Land im letzten Jahr importiert. Wert: Mehrere hundert Millionen Dollar. Die spanische Biodiesel-Industrie kämpft seit Jahren dafür, dass die Einfuhren vor allem aus Argentinien und Indonesien erschwert werden, weil die dortigen Regierungen die Produktion und den Export von Biotreibstoffen steuerlich begünstigen und so der spanischen Industrie das Wasser abgraben. In ganz Europa gibt es erhebliche Überkapazitäten bei der Produktion von Biodiesel, in Spanien steht die Industrie fast vor dem Aus. Entsprechend willkommen dürfte dieser Anlass sein. Wenn ich Herr Rajoy wäre…

Es gibt aber nicht nur schlechte Nachrichten aus diesem kopfstehenden Land. Trotz oder vielleicht gerade wegen all dieser Missstände ist es schön, dass es ein paar aufrechte Journalisten gibt, die wach bleiben und die zum Glück auch (noch) die Möglichkeit haben, ihre Meinung zu sagen, ihre Geschichten zu veröffentlichen. Ein solcher ist der dicke Jorge Lanata, der sich seit Jahren wie ein Fisch im Wasser zwischen verschiedenen Medien (Print, Fernsehen, Radio) bewegt, so dass man sich fragen muss, wann der Mann eigentlich schläft. Momentan hat er gerade wieder eine Schaffensphase, in der er beinahe omnipräsent ist: eine Kolumne in der Tageszeitung Perfil (plus den einen oder anderen Kommentar in anderen Medien), seit März hat er bei Radio Mitre seine Mittagssendung „Lanata Sin Filtro“ (eine kleine Anspielung auf seine Rauchgewohnheiten aber auch darauf, dass er kein Blatt vor den Mund nimmt). Seit gestern (Sonntag) ist er auch wieder im Fernsehen, um auch von dort den Mächtigen auf die Füße zu treten (eines der Themen: das oben angesprochene Boudou-Gate) – humorvoller Einstiegsmonolog inklusive. Den Titel seiner neuen Sendung hat er allerdings der Regierung geklaut – „Periodismo Para Todos“ (Journalismus für alle). Endlich ein „… für alle“, von dem ich auch mal was habe.

Jorge Lanata beim Debüt seiner Sendung "Periodismo para todos"

Jorge Lanata beim Debüt seiner Sendung "Periodismo para todos"

Nachtrag: Zur merkwürdigen Wirtschaftspolitik am Rio de la Plata auch ein schöner Artikel in der Wirtschaftswoche: Argentinien isoliert sich selbst

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9 Antworten zu Rundumschlag

  1. meinnestintanti schreibt:

    die politiker hier sind wirklich „caras duras“! ich frage mich immer wieder, wie kann so etwas möglich sein?! – lanata habe ich gestern abend leider nicht gut folgen können, erspricht so schnell! außerdem sind mir so viele namen nicht geläufig, daß die pointen an mir vorbeigehen…
    liebe grüße aus den sierras

  2. llamadojorge schreibt:

    Hallo Antje, ja, Lanata ist ein harter Brocken, wenn man das nicht gewohnt ist. Ich höre ihn nahezu täglich beim Mittagessen, so langsam krieg ich Routine. Und klar, wenn man die Namen der Politiker und Promis nicht kennt, die er aufs Korn nimmt, versteht man nur die Hälfte.
    Ich find ihn trotzdem sehens- und hörenswert. Man lernt ja auch was dabei – und sei es nur, wie viele Schimpfworte Top-Journalisten hier in ihre Tiraden einbauen können. 🙂

  3. Vallartina schreibt:

    Also das mit der „Entprivatisierung“ der Ölkonzerne kann man auch ganz anders sehen, nämlich z.B. aus mexikanischer, genauer Vallartenser Sicht: Diese Verstaatlichung wurde nämlich hier in Puerto Vallarta auf dem Wirtschaftsgipfel verkündet, vorauf hin sofort die Lokalpresse in die Schlagzeilen klopfte: „Bei uns wurde Geschichte geschrieben, jetzt sind wir weltbekannt!“
    LG nach Argentina!

  4. Marcel Senn schreibt:

    Hallo Helge, bin beim rumsurfen über die desaströse Wirtschaftspolitik von Königin Cristina und ihrem Henker Moreno auf Deinen Blog gestossen. Ich heisse Marcel, bin Schweizer 51 Betriesbwirt u.a. und wohne seit 2009 in Colonia del Sacramento (Uruguay) – kann also BsAs bei klarem Wetter sehen. Meine Freundin ist Argentinierin aus Burzaco (Zona Sur) und bin daher auch noch oft in Argentinien.
    Deinen Blog finde ich sehr spannend (habe zwar erst ein paar Einträge gelesen) – aber ich sehe es ähnlich wie Du und je länger ich auf Seiten wie zB der argentinischen Zentralbank oder der INDEC rumsurfe, desto schwindliger wird mir. War der Kirchnerregierung anfangs noch wohlwollend gesinnt, aber dann habe ich immer mehr gemerkt, wie auch diese das Volk systematisch belügen und z.B. über die (reale) Inflation enteignen, da hat die Möchtegerne Evita bei mir ziemlich viel Punkte eingebüsst…frage mich wie lange die das noch durchziehen können, oder ob schon bald wieder 2001 ist??? Es ist einfach schade um ein Land mit so einem Potential – da haben sich die Urus ein bisschen besser aus dem Schlamassel befreit und sind ja seit neustem wieder BBB-, also Investmentgrade. Wir haben auch mit dem Gedanken gespielt, nach BsAs zu ziehen und eine Wohnung zu kaufen – aber meine Investitionspläne hat Moreno schon beerdigt.
    Würde mich freuen, mal was von Dir zu hören
    Gruss Marcel

    • llamadojorge schreibt:

      Hallo Marcel, schön von dir zu hören. Mir ging das mit der grundsätzlichen Sympathie für eine eher linke Regierung auch so – bis ich dann gemerkt hab, dass das zumindest beim präsidentiellen Ehepaar und deren wichtigsten Handlangern alles nur Show ist. Wie es der von mir schon erwähnte Lanata mal ausgedrückt hat: Jemandem, der sich im Amt um zig Millionen bereichert hat – und seien die Geschäfte noch so legitim gewesen, woran ja erhebliche Zweifel bestehen – dem glaube er die sozialistische Einstellung nicht. Mehr muss man dazu nicht sagen.
      Ich fand heute den Argentinien-Artikel bei Spiegel Online ganz interessant, wo auch noch mal auf die Frage eingegangen wird, inwiefern Argentinien als Vorbild für Griechenland herhalten kann. Antwort: Wirtschaftspolitik aus Argentinien ist so wertlos wie ein sehr, sehr kleines Steak. Überraschend fand ich allerdings die dortigen Forenkommentare – wie schon einige Kommentare unter diesem sehr reisserischen Artikel aus der Welt von vor ein paar Wochen. Offenbar sieht die kirchneristische Politik aus der Ferne betrachtet weit besser aus als aus der Nähe. Es gab jedenfalls in beiden Fällen eine ganze Reihe zustimmender Kommentare zur Verstaatlichung von YPF im Besonderen und der argentinischen Wirtschaftspolitik im Allgemeinen. Wobei ich durchaus der Meinung bin, dass YPF staatlich sein sollte – das Unternehmen hätte nie privatisiert werden dürfen. Allerdings glaube ich wiederum nicht, dass die Könner aus Kirchners Kabinett in der Lage sind, die Fehlleistungen des Managements in den vergangenen Jahren tatsächlich geradezurücken und Öl- und Gasförderung wieder nennenswert zu steigern. Dazu braucht man nämlich in erster Linie mal eine Anschubfinanzierung und ich befürchte dass Königin Cristina die Dividenden eher wieder für neue Sozialprogramme ausgibt. Abgesehen davon dass ich im Grunde ohnehin der Meinung bin, dass sich in Argentinien wesentlich mehr tun ließe was Energieeffizienz und die Nutzung von Erneuerbaren Energien angeht und dagegen mehr Öl und Gas zwangsläufig die bisherige Energiepolitik zementieren. Aber mich fragt ja keiner…
      PS: Grüße an die Freundin aus Burzaco. Das ist von hier in Lomas ja nur ein paar Straßen weiter.

    • Marcel Senn schreibt:

      Hola Helge,
      Habe die letzten drei Stunden damit verbracht, Deinen Blog zu lesen – so ab 2008 – ist spannend die ganzen Hintergründe und Figuren aus der Sicht eines Mitteleuropäers zu lesen. Habe in letzter Zeit auch viel recherchiert über Geschichte, wirtschaftliche und soziale Zusammenhänge in Uruguay und Argentinien. Da hat es Uruguay doch einiges besser gemacht, die waren ja faktisch auch pleite.
      http://www.wiwo.de/politik/ausland/schuldenkrise-was-griechenland-von-uruguay-lernen-kann/6203622.html
      Ob das mit der YPF klappen wird, bezweifle ich – die haben ja gar keine Kohlen für die Investionen – angeblich bis 25 Mrd pro Jahr auf 10 Jahre, damit die 22 Mrd Barrel rausgeholt werden können, das Oel gehörte eh immer dem Staat – aber wenn sie es nicht rausholen können, dann nutzt es auch nicht viel für den Staatshaushalt. Die YPF war ja weltweit der einzige Erdölproduzent der vor 1992 als Staatsbetrieb regelmässig Verluste machte – hatten 55000 Mitarbeiter, darunter viele sogenannte Noquis (Gnocci) die man nur am 29. im Betrieb sah, wenn in Argentinien Noquis gegessen werden und es Zahltag gab. Die hätten doch besser die Spanier den Anteil den Chinesen verkaufen lassen und die hätten investiert – aber dann hätte die Königin keine grosse Show mit dem Reagenzglas des ersten argentinischen Oels gehabt….und jetzt hauen halt die Firmen ab…den Spiegelartikel habe ich heute auch gelesen. Den Ruf hat sie sich mittlerweile auch in Europa versaut…aber was tut man nicht alles, wenn man unsterblich werden will – sie sieht sich schon als Neonikone auf der 9 der Julio sehen vis a vis von Evita…könnte aber auch schief gehen – wenn der Kollaps vor 2015 kommt, dann könnte sie als Landesruiniererin in die abwechslungsreiche Geschichte Argentiniens eingehen…
      Am Sonntag waren wir noch zum 150 jährigen Jubiläum von Nueva Helvecia – mit schweizer Trachtengruppen, einem schweizer Batallion von Füsilieren aus dem 19Jh, uruguaynisches Militär, alle Schule, Feuerwehr, die Schweizer Bundeskanzlerin, Parlamentarier und natürlich auch Pepe Mujica, der 30cm vor mir vorbeilief –

      Mujica finde ich OK, er gibt 75% seines Salärs an soziale Projekte ab, hat mit Traktor, Campo und Haus und altem Auto ein Vermögen von weniger als 300’000USD – ein bisschen alt ist er inzwischen schon und die vielen Jahre im Knast (14 oder 15 Jahre) merkt man ihm an. Aber das ehemalige Tupamaros an die Präsidentschaft gekommen sind ist schon erstaunlich.
      Hier noch ein Beitrag von Nueva Helvecia in einer schweizer Zeitung

      http://www.solothurnerzeitung.ch/solothurn/weitere-regionen/unglaublicher-abschluss-fuer-die-subinger-delegation-mit-dem-umzug-durch-nueva-helvecia-124206898

      (Ich weiss leider nicht wie man die links umwandelt, damit nicht das ganze www usw kommt..)

      Kennt Cecilia zufälligerweise eine Lali Grafina aus Burzaco??
      Jetzt gibt es essen.
      Hasta luego
      Marcel

      • llamadojorge schreibt:

        Damn, Marcel, du musst ja inzwischen den ganzen Blog gelesen haben. Ich hab hier in der Statistik 116 Seitenaufrufe aus Uruguay und viel mehr Inhalt hat mein Blog nicht. Hast es jedenfalls geschafft, den gestrigen Tag zum Tag mit den meisten Seitenaufrufen überhaupt zu machen. Merci vielmals. 🙂

  5. Marcel Senn schreibt:

    War ja auch höchst spannend, all die kleinen Anekdoten, die einem so passieren im Königreich Argentinien – gern geschehen.
    Falls Ihr mal in Colonia seid, können wir ja gerne ein Bierchen zischen oder sonst wenn wir wieder mal in der Zona Sur sind.
    Hasta luego
    Marcel

  6. Pingback: Falsches Gezwitscher | Me llaman Jorge

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