Sperrstunde

Ich hab gerade gestern gelernt, dass hier wegen der Wahlen ab heute abend 20 Uhr (12 Stunden vor Öffnung der Wahllokale morgen) bis morgen 21 Uhr (3 Stunden nach Schließung derselben) kein Alkoholausschank und -verkauf erlaubt ist. Die genauen Hintergründe für die Maßnahme konnte ich allerdings nicht aufklären, offenbar soll man mit klarem Kopf seine Wahlentscheidung treffen. Wahrscheinlich ist aber auch ein Grund, dass sich nicht wie bei diversen Fußballveranstaltungen die Anhänger der einen mit denen der anderen Partei in die Wolle kriegen.

Das Ganze nennt sich übrigens „Ley Seca“ („trockenes Gesetz“) oder schlicht Prohibition und ist laut Wikipedia in Lateinamerika ziemlich verbreitet. Neben Argentinien gibt’s das auch in Chile, Ecuador, El Salvador, Kolumbien, Perú, Uruguay und Venezuela zu den nationalen Wahlen.

Immerhin: zur Verkündung der Hochrechnungen am späten Sonntag abend und des vorläufigen amtlichen Endergebnisses am Montag darf dann wieder geprostet werden. Zum Glück. Die Dame ist nüchtern auch eigentlich nicht zu ertragen.

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5 Antworten zu Sperrstunde

  1. Vallartina schreibt:

    Dachte, ganz Argentina ist mit la de Kirchner überglücklich?

  2. llamadojorge schreibt:

    Hallo Vallartina, 54% (soviel hat sie gekriegt) sind keine 100%, es gibt dementsprechend knapp 5 von 10 Argentiniern, die jemand anderen gewählt haben. Und irgendwie gibt’s in meinem Bekanntenkreis nicht besonders viele Cristinistas. Ich bin erklärtermaßen ja auch keiner. Vielleicht passiert aber auch das, was schon nach der Wiederwahl Menems passiert ist – hinterher will’s keiner gewesen sein.

  3. Ruben Kalmbach schreibt:

    hehe genau…ich kenne nur Leute die sagen „yo no la vote!“ (ich wars nicht), oder wieder andere: „Hoch leben Cristina, Peron und Nestor!“ 😉

  4. Vallartina schreibt:

    Is klar. Kennen wir doch auch aus BRD-Zeiten, nicht?

  5. Pingback: Der Depp, der den Bürgermeister nicht grüßt, und eine Präsidentin am Abgrund « ARGENTINISCHES TAGEBUCH

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