Vorwahlen: Cristina räumt ab

Ergebnisse der Vorwahlen

Ergebnisse der gestrigen Vorwahlen

Die Zahlen lassen mich einigermaßen sprachlos. Ich verweise daher an dieser Stelle auf den Philosophen Immanuel Kant:

Faulheit und Feigheit sind die Ursachen, warum ein so großer Teil der Menschen, nachdem sie die Natur längst von fremder Leitung freigesprochen, dennoch gern zeitlebens unmündig bleiben und warum es anderen so leicht wird, sich zu deren Vormündern aufzuwerfen. Es ist so bequem, unmündig zu sein. (Aus: Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung?, Berlinische Monatsschrift, Dez. 1784)

Und an dieser Stelle, entgegen der sonstigen Gewohnheiten in diesem Blog, auch die spanische Übersetzung:

La mayoría de los hombres, a pesar de que la naturaleza los ha librado desde tiempo atrás de conducción ajena, permanecen con gusto bajo la minoría de edad a lo largo de la vida, debido a la pereza y la cobardía. Por eso les es muy fácil a los otros erigirse en tutores. ¡Es tan cómodo ser menor de edad! (del texto ¿Qué es la ilustración? de Immanuel Kant, publicado en la revista mensual de Berlín, diciembre 1784)

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5 Antworten zu Vorwahlen: Cristina räumt ab

  1. antje schreibt:

    eventuell verstehen deine deutschen leser nicht, warum du sprachlos bist. auch wir sind sprachlos! meine schwägerin aus rosario hat aus wut heute nicht radio gehört, und sie hört sonst tag und nacht radio…
    liebe grüße,
    antje

  2. rubenkalmbach schreibt:

    Hier in Cordoba kann ich es auch fast kaum glauben, ich kenne kaum jemand der die peronisten gewählt hat. Auf jeden Fall bin ich jetzt (denke ich mal) der einzige deutsche der an der Binner Campagne mitarbeitet, bis 2015 ist noch ein langer weg, aber in den ersten 5 Wochen haben wir schon einiges erreicht. 🙂 Binner errinert mich irgendwie an Schwedische oder Norwegische politiker hehe

  3. Ruben Kalmbach schreibt:

    wie ein Freund schon sagte: Para tener en cuenta: 7.000.000 no fueron a votar, casi 1.000.000 de votos nulos y blancos; Menem sacó el 49,94% en su segunda elección… ah, y los porteños votaron a Cristina (Cómo, no eran de derecha???? jaaaaa). En síntesis, matemática elemental: los argentinos somos 40 millones, votaron 10 a K, ergo, 30 millones no la votamos…me seguís? (es como el rating de tinelli, jamás nos cuentan a los que no lo vemos ni ebrios:::)
    Gracias Caty Hynes por esta lectura.

  4. Ruben Kalmbach schreibt:

    hi „Jorge“, wie gehts? hab hier was auf deutsch gefunden, kann dich vielleicht interesieren. http://www.swissinfo.ch/ger/politik_schweiz/Binner:_Wir_bieten_den_Argentiniern_eine_Alternative.html?cid=31192472#loginLink

    Ich unterstütze die campaña von Binner, zum ersten mal in meinem Leben in der Politik aktiv..Aber eigentlich auch nur weil ich es satt bin immer nur (wie die meisten) rum zu mäckern, mich über die Regierung der Kirchners aufzuregen (noch dazu für so manche kritik von den K-Fans als „gorila“, „vende patria“ oder „golpista“ beschimpft zu werden)…Ich denke wer kritisieren kann muss auch bereit sein ein bisschen dazu beitragen das die Dinge welche man kritisiert sich auch mal ändern, selbst wen es am ende doch nichts bringt, aber immer noch besser als nichts tuhn. Na ja, als ich dann von Hermes Binner gehört habe habe ich in dem Typ eine ganz andere Art von Politiker kennen gelernt als welche man hier zu lande eigentlich gewöhnt ist…Aber das ist wiederum ein anderes Thema welches sich bestimmt für einen langen Artikel lohnt, oder?..
    Ich darf als deutscher zwar nicht wählen, habe in Deutschland nie gewählt weil es dort keine Pflicht ist und ich auch nie richtig daran Interesse hatte, und jetzt wo ich eigentlich möchte darf ich nicht, möchte aber dennoch dazu beitragen das es in Argentinien ein bisschen besser wird, weil ich ja hier lebe.

    Also Jorge, un abrazo aus Cordoba city!

  5. llamadojorge schreibt:

    Hallo Ruben, vielen Dank, ja, sehr interessanter Artikel. Ich find’s gut, wenn du dich engagierst. Ich persönlich habe leider zu keiner der hiesigen Parteien ein ausreichend großes Vertrauen, um mich für sie stark zu machen. Binner wäre von seiner Persönlichkeit her tatsächlich ein Kandidat, der Unterstützung verdient hätte, allerdings weiß ich zu wenig über das politische Programm der FAP. Im Artikel steht was von Bildung und Gesundheitswesen, aber leider weiter nichts. Die Website der Vereinigung find ich insofern merkwürdig, als dort weder der Spitzenkandidat präsentiert noch irgendwelche Positionen erläutert werden. Ein paar Gesetzentwürfe und Anträge (meist nur mit Nummern versehen, aus denen der Inhalt nicht ersichtlich wird), eine Liste mit den Kandidaten und ein paar Links reichen mir nicht, um mich ausreichend informiert zu fühlen. Wirkt auf mich unprofessionell. Anders hingegen die Website von Binner selbst: Dort gibt’s sogar eine Art Wahlprogramm, die Plataforma Programatica FAP. Insbesondere in der Wirtschaftspolitik finde ich da einige Ähnlichkeiten zur derzeitigen Regierungspolitik: kontrollierte Inflation, gesteuerte Wechselkurspolitik, Reduzierung von Armut als Hauptziel der Wirtschaftspolitik. Das könnte so alles auch bei der FPV stehen, wenn die überhaupt ein Wahlprogramm haben (finden konnte ich keins). Dass Binner nicht ankündigt, die goldene Gans der gentechnischen Sojaproduktion in riesigen Monokulturen zu schlachten (noch dazu, wo ein Großteil der Wertschöpfung in seiner Provinz stattfindet) kann ich verstehen. Das würde wohl auch kein anderer Präsidentschaftskandidat, schon allein wegen der Steuereinnahmen aus dem Sektor. Wie er das aber mit Umwelt- und Gesundheitsschutz in Einklang bringen will, erschließt sich mir bislang nicht so recht…
    Du merkst schon, du hast es geschafft, dass ich mich mit Binner auseinandersetze. Ich darf nur leider auch nicht wählen. Ich werd aber weiter ein Auge drauf haben.
    un abrazo de vuelta,
    „Jorge“

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