Drehtag 10: El condor pasa (pero no come)

Ok, zweiter Versuch. Diesmal geht nur ein Rumpfteam auf den Hügel, Mariano, Paulo und ich bleiben unten. Außerdem haben Walter und Mariano am Abend vorher nicht nur ein totes Schaf den Hügel raufgeschleppt, sondern auch noch die Beobachtungshütte blickdicht gemacht – auch von oben. So können die Kondore jetzt nicht mehr nachschauen, ob jemand sie beim Essen filmt.

Dachten wir. Irgendwie haben sie’s aber doch spitzgekriegt und wollten partout nichts fressen. Saßen mit offensichtlich hungrigen Mägen teilweise keine 10 Meter von dem Pferdebein und dem toten Schaf, aber hingetraut hat sich keiner. Nach abermals mehreren Stunden des Wartens haben wir entschieden, dass es vielleicht nicht so wichtig ist, sie beim Fressen zu filmen (obwohl uns da ja schon der Ehrgeiz gepackt hatte, besonders Niko). Wenigstens wollten wir überhaupt ein paar Aufnahmen machen. Denn die Geier kreisten schon wieder über dem Hügel, dass es eine Pracht war.

Also hochgestiegen und gefilmt. Niko mit der großen Kamera, wir alle anderen mit unseren Digitalkameras. Wie dicht uns die Vögel über die Köpfe flogen, ist dem nachfolgenden Video zu entnehmen, dass ich endlich zusammengeschnitten habe (entschuldigt die Qualität, das hat Youtube verhunzt; bei Zippyshare hab ich noch eine DivX-Version zum Download, die sieht besser aus, größer ist sie allerdings auch nicht).

Eigentlich sollte da als musikalische Untermalung eine Punk-Version von „El condor pasa“ drunterliegen, hab aber keine gefunden und die anderen sind mir zu kitschig. Deshalb gibt’s jetzt Filmmusik von James Horner aus „Der Sturm“. Ist zwar ganz was anderes, passt aber auch gut. Stürmisch war’s dort oben nämlich. Weshalb ich den Originalton komplett rausgelassen habe, denn das Mini-Mikro an der Kamera hatte nur kratzende Windgeräusche aufgenommen. Schade, denn beim Vorbeifliegen haben die Kondore so einen leise zischenden Windlaut gemacht, den ich gerne aufgenommen hätte. Muss ich mich wohl bis zur Ausstrahlung der Sendung gedulden (ich hoffe, Paulo hat das aufgezeichnet).

Der Nachmittag verlief ähnlich wie der vorherige: viel Hitze, lange Siesta, erneute Bergbesteigung, keine fressenden Kondore, gute Nacht. Jetzt gab es noch eine Chance am nächsten Morgen. Würden die Kondore endlich fressen – und sich auch noch dabei filmen lassen? Die Antwort gibt’s am Drehtag 11. 😛

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Eine Antwort zu Drehtag 10: El condor pasa (pero no come)

  1. buep schreibt:

    Me dejaste con cara de torta de choco 🙂 Feliz! Qué hermosa experiencia tuviste, qué lindo video!

    Muak!!!

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