Porzellan im Panzerladen

Manchmal gibt es hier Sachen, über die ich schmunzeln muss, weil sie irgendwie komisch wirken. Und dann gibt es Sachen, da muss ich laut loslachen, weil sie so absurd sind, dass sie sich ein Luis Buñuel nicht besser hätte ausdenken können.

Als ich neulich an einem der schönsten Plätze in Buenos Aires, der Plaza San Martín, vorbeiging, musste ich zwangsläufig auch an einem Militärgebäude vorbei. Das Militär hat hier im Land insbesondere nach der letzten Diktatur einen sehr schlechten Ruf und noch heute werden unter großer medialer Anteilnahme ehemalige Militärangehörige für ihre Machenschaften zwischen 1976-1983 verurteilt (zuletzt vor wenigen Tagen Jorge Bussi und Luciano Menendez in Tucumán zu lebenslanger Haft).

Im Gegensatz zu sonstigen Militärgebäuden, die eher klotzig und eckig wirken, ist dieses allerdings wie die ganze Architektur rund um den Platz eher 19. Jahrhundert Paris, wenn auch etwas heruntergekommen. Bezeichnenderweise heißt das Ding „Palacio de la Paz“ – Palast des Friedens. Eigentlich ist das schon ein Brüller.

Vor der Tür stand aber auch noch ein Schild über eine Ausstellung im Inneren. Ich bin nicht reingegangen, um zu überprüfen, ob dort auch das drin war, was draußen draufstand, aber da stand tatsächlich: Ausstellung mit Porzellanmalerei.

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2 Antworten zu Porzellan im Panzerladen

  1. Peter Niedrée schreibt:

    besorge Dir mal das Buch „Familie Redlich in der neuen Heimat“ das ist zwar schon im Jahr 1956 erschienen, aber es passt immer noch zu diesem Land, übrigens, wg Bierfest im deutschen Turnverein Villa Ballester, solltest mal zum Oktoberfest nach Villa General Belgrano in Cordoba fahren, das ist Bayern pur. Hat mir viel Spass gemacht all Deine Erfahrungen zu lesen, für mich ist das irgendwie selbstverständlich, hatte ja 28 Jahre dort gelebt.

  2. llamadojorge schreibt:

    Hallo Peter, freut mich, wenn’s dir gefallen hat. Ich schau mal, ob ich das Buch noch irgendwo auftreiben kann. Villa General Belgrano kenne ich aus einem früheren Urlaub schon. Das ist in der Tat Bayern pur. Siehe meine Wenigkeit mit meinem Schatz beim Posieren.

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