Neues Heim gefunden

Lange, lange ist es her, dass ich zuletzt darüber geschrieben habe, dass wir hier eine Wohnung suchen. Tatsächlich haben wir zu Beginn eher an eine Wohnung in der Innenstadt gedacht, sind nach Besichtigung von ungefähr zwei Dutzend dann davon abgekommen und haben angefangen hier im Süden, der „Zona Sur“, wo Cecilias Familie wohnt, nach einem Haus mit Garten zu suchen. Das Wetter ist einfach zu häufig zu schön hier, um immer in einer Wohnung zu hocken.

Dies hier hätte es werden können - wenn nicht die Verkäufer so blöd gewesen wären

Dies hier hätte es werden können - wenn nicht die Verkäufer so blöd gewesen wären

Auch hier haben wir viele, viele Anläufe benötigt, um endlich was zu finden, was uns gefiel. Im Januar hatten wir uns für eins entschieden (siehe Bild). Entgegen der Aussage der Verkäufer war dies aber kein Direktverkauf, sondern die bisherigen Bewohner mussten wieder was Neues finden. Damit haben sie sich bis März Zeit gelassen, uns immer wieder vertröstet. Nächste Woche, ganz bestimmt, gebe es eine Entscheidung. Als sie sich dann endlich entschieden hatten, mussten natürlich deren Verkäufer wieder etwas finden. Und so weiter und so weiter. Eine Kettenreaktion. Wenn nur ein Steinchen bei diesem Dominospiel nicht fällt, geht die ganze Kette nicht auf. Das ist nicht mal selten, nach allem was wir gehört haben, denn das ist die hiesige Art, Immobiliengeschäfte zu machen. Sehr gewöhnungsbedürftig.

Letztenendes entschied sich dann die vierte Partei in der Reihe für eine Wohnung in einem Haus, das zwar schon fast fertig war, aber noch keine Baugenehmigung hatte. Zeitfaktor: bis zu sechs Monate. Das war im April. Wir sagten dankend ab. Drei Monate Warten für’n *rsch.

Die Frontansicht des jetzigen

Die Frontansicht des jetzigen

Als absehbar wurde, dass wir in dieses Haus nicht einziehen würden, besichtigten wir weitere, darunter eins in unmittelbarer Nähe, mit noch mehr Grundstück (ja, ich weiß, Thorsten, viel Spaß bei der Gartenarbeit… ;-)) und Pool! Nach der Absage für Haus 1 haben wir uns kurzentschlossen für das entschieden. Auch da war wieder noch Wartezeit fällig, weil diverse Papiere fehlten. Inzwischen ist es aber unseres. Jetzt geht’s noch an die Renovierung und wenn alles glatt geht, können wir im September endlich einziehen – ein Jahr nach unserer Ankunft hier.

Das geht aber scheinbar nicht nur uns so, wir haben auch von anderen schon gehört, dass es ungefähr ein Jahr dauert, bis man sich irgendwo dauerhaft niederlässt. Die Suche nimmt in dieser Riesenstadt sehr viel Zeit in Anspruch, die Versprechungen der Makler und Inserate haben häufig viel zu wenig mit der Realität zu tun und teilweise werden für abrissreife Ruinen noch Mondpreise verlangt.

der Pool

Wichtigstes Detail im Garten: der Pool

Auch unser Haus hat seit Jahren nur wenig Liebe erfahren, der Eigentümer hat gerade mal das Nötigste gemacht, der Garten sieht ziemlich verwildert aus und seit wir gesagt haben, dass wir’s haben wollen, hat er auch den Pool nicht mehr saubergemacht. Ergebnis: eine grüne Suppe mit irgendwelchen kleinen Viechern drin, von denen ich vermute, dass es alles Mückenlarven sind. Und kein Fenster hat Mückengitter. Prost Mahlzeit.

Wie auch immer, wir freuen uns auf das neue Heim. Wenn’s mal fertig ist, sieht es bestimmt ganz toll aus. Ein paar Eindrücke gibt’s hier schon, bzw. hab ich per Mail schon rumgeschickt. Wer mehr will, kann ja dann demnächst vorbeikommen.

PS: Im Gartenhaus hört man die Klingel nicht, also besser telefonisch anmelden. 🙂

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4 Antworten zu Neues Heim gefunden

  1. Gerrit schreibt:

    erst einmal noch einen herzlichen Glückwunsch!! Leider konnten wir letzten Sonntag nicht zum Anschauen vorbeikomen, da die kleine noch immer Fieber hatte. Kommt ihr eigentlich am Montag?

  2. Angelika schreibt:

    Hallo Helge, hallo Cecilia, ich hoffe euch gehts gut. Habe mich ja lange nicht mehr gemeldet. Das „Häuschen“ sieht doch prima aus und wenns erst mal fertig ist….
    Muss dir noch schnell was Witziges mitteilen. Im Urlaub habe ich Pirke Kurzeja kennengelernt. Sie stand mit ihrem Lebensgefährten auf dem Campingplatz neben uns und sagte mir, ich solle dich/ euch mal herzlich grüßen. Tja, die Welt ist klein!! Sie ist total nett und wir haben einige lustige, weinselige Abende miteinander verbracht.
    Gruß aus Breckerfeld
    Angelika

  3. Lotte schreibt:

    Hallo lieber Cousin, hallo liebe Cousine:)

    Hier schreibt die Kleine Lotte, die gar nicht mehr so klein ist:) bin nämlich momentan in Boston, weiß nicht, ob das an euch gelangt ist. Hier lebe ich jetzt für ein halbes Jahr und gehe hier zur Schule. Bin erst letzte Woche angekommen, aber bisher gefällt mir alles super, der Schule hat noch nicht angefangen, meine Gastfamilie ist total nett und Boston finde ich auch toll:) Würd echt gerne mal vorbei kommen und euer Haus besichtigen, aber ich weiß nicht, ob die Kreditkarte, die ich dabei habe, so ein großes Limit hat:) Jetzt, wo ich euch endlich mal näher bin… immerhin schonmal der gleiche Kontinent:)
    Ich wünsch euch alles Gute, meldet euch doch mal, wenn euch danach ist.
    Liebste Grüße aus Boston

    die kleine Cousine Lotte:)

  4. Pingback: 2 Jahre BA « Me llaman Jorge

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