Buenos Aires unter Wasser

Seit Wochen Sommer, Sonne, Trockenheit. Und heute Morgen rappelte es im Karton. Gestern schon hatte es an der Küste in nur 12 Stunden 370 mm Niederschlag gegeben. Das ist ungefähr so viel, wie in Deutschland in einem halben Jahr fällt und selbst für hiesige Verhältnisse unerhört. Das muss wie aus Eimern gegossen haben.

Überflutung

Heute mittag stand Buenos Aires unter Wasser. Buchstäblich. Die Nachrichtensender versuchten, sich gegenseitig zu überbieten mit ihren Katastrophenberichten.

Überflutung

Dabei hat es hier in BsAs eigentlich „nur“ etwas mehr als 60mm Regen gegeben. Kein Vergleich mit der Niederschlagsmenge gestern an der Küste. Aber selbst das schaffen die mehr als 100 Jahre alten Abwassersysteme der Stadt nicht – weshalb das eigentlich ein wiederkehrendes Szenario ist. Schon im Oktober standen Teile des Speckgürtels unter Wasser, damals gab’s sogar 3 Tote. Diesmal traf es offenbar den Stadtteil Palermo am schlimmsten. Von Toten ist bisher glücklicherweise keine Rede, aber Evakuierungen einzelner Gebäude gab es offenbar bereits.

Schmunzler: diesmal tropfte es auch den Damen und Herren im Abgeordnetenhaus auf den Kopf. Das Dach war undicht.
Congreso

Am Nachmittag kam dann die Sonne raus und das Wasser floss an den meisten Stellen relativ schnell ab. Ganz Entwarnung gab es allerdings nicht – für die Nacht und morgen sind weitere Regenfälle angesagt.

Update 2.3.: Es kam, wie es kommen musste. Weitere Regenfälle, weitere Überschwemmungen und sogar zwei – kleine – Tornados über dem Río de la Plata (s. Bilder). Laut Vorhersage soll sich das Wetter in den nächsten Tagen auch leider nicht bessern.

Tornado

Tornados

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