Die Notwendige Identifikation (Teil 3 – Zwischenspiel)

Wie schon geschildert, bin ich auf dem Weg durch den Behördendschungel, um einen argentinischen Personalausweis („Documento Nacional de Identidad“, kurz DNI) zu beantragen. Weil die spanische Übersetzung meiner Geburtsurkunde aus Deutschland nicht argentinisch genug ist, muss sie nochmal gemacht werden.

Wir haben also per Internet eine offziell anerkannte Übersetzerin für derlei Dinge ganz in der Nähe ausgemacht, sie hat das Dokument (es handelt sich tatsächlich um nicht weniger als die Angaben, wo ich wann geboren wurde und wer meine Eltern sind; das kann man auch verstehen, wenn man nur Spanisch spricht, aber sei’s drum) übersetzt und ihren Stempel draufgedrückt.

Wut!Damit sind wir gestern zum „Colegio de los traductores“, einer Behörde der Übersetzer, ins Zentrum gefahren – wo uns nach 20-minütiger Wartezeit gesagt wurde, dass sie dieses Dokument leider nicht legalisieren könnten, weil der Stempel falsch sitzt. Wir haben also mal locker zweieinhalb Stunden holprige Busfahrt (Hin- und Rück) für Nichts gemacht. Nebenbei haben wir noch erfahren, dass uns die Übersetzerin wahrscheinlich behumst hat; die Übersetzung einer Geburtsurkunde aus dem italienischen kostete nämlich nur 40 Pesos, während unsere Übersetzung merkwürdigerweise 60 kostete.

Also fluchend wieder zurück nach Lomas, am Abend erneut bei der Übersetzerin vorbei, die hat ihren Stempel nochmal draufgedrückt (netterweise dafür nichts extra verlangt), und heute ist Cecilia damit nochmal zum Colegio … gefahren. Diesmal klappte es – für 30 weitere Pesos drückten nun auch die Leute von der Behörde ihren Stempel drauf, dass die Übersetzerin tatsächlich eine anerkannte argentinische Übersetzerin ist. Halleluja.

Nächster Termin: Donnerstag, wieder bei der Ausländerbehörde.

PS: Seit heute Breitbandanschluss! Yippie!

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2 Antworten zu Die Notwendige Identifikation (Teil 3 – Zwischenspiel)

  1. Pat schreibt:

    »Weil die spanische Übersetzung meiner Geburtsurkunde aus Deutschland nicht argentinisch genug ist, muss sie nochmal gemacht werden.«

    Das machen die deutschen Behörden im Übrigen nicht anders. Die akzeptieren auch nur eine deutsche Beglaubigung und Übersetzer beglaubigen ungern Übersetzungen, die sie nicht selbst angefertigt haben. Was ich auch verstehen kann.

  2. llamadojorge schreibt:

    Mag sein, aber lächerlich find ich’s hier wie dort, wenn’s bloß drum geht, Name, Geburtsdatum und -ort zu übersetzen.

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